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Neu: fünf Monate Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil / Abenteuer von Sigi, Lisa und Martin

Autorenbild: Martin Schnetzler
Martin Schnetzler
11. Aug.
21 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Sept.

Weiter geht es mit der fünf-monatige Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil.



Teil 4 durch Norwegen


Ein Abenteuer durch Skandinavien

Fünf Monate voller Abenteuer mit dem Wohnmobil und dem BYD durch die atemberaubenden Landschaften Skandinaviens – das klingt nach purer Freiheit, unberührter Natur und unvergesslichen Erlebnissen. Genau das ist unser Ziel! Gemeinsam mit der "Chefin" Sigi und unserer treuen Hündin Lisa haben wir uns auf den Weg gemacht, um die faszinierenden Facetten Skandinaviens zu entdecken. In diesem Blogpost, nun im Teil 4 lade ich euch ein, uns auf dieser spannenden Reise zu begleiten. Freut euch auf Highlights, die Herausforderungen, die uns begegnen, und praktische Tipps für alle, die selbst eine unvergessliche Skandinavienreise planen.


Hier geht es zum Teil 1 ; Teil 2 ; Teil 3 der Skandinavien Reise



Mittwoch, der 12. August: Auf zum Nordkap!

Heute brechen wir voller Vorfreude und Spannung in Richtung Nordkap auf. Die Neugier auf die unberührten Landschaften, die kurvenreichen Strassen und die majestätischen Fjorde treibt uns voran. Meine Kamera ist griffbereit, bereit, die Schönheit der Natur festzuhalten – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Momentan bewegen sich die Temperaturen konstant zwischen 9 und 11 Grad, und die feuchte Luft umgibt uns, während wir uns auf dieses aufregende Abenteuer einlassen.


Unser Wohnmobil wieder in der Werkstatt in Alta bei Norwegen

Mittwoch, 12. August 2026

Unser Albtraum nimmt kein Ende: Trotz der aufwendigen Filterreinigung blieb der erhoffte Erfolg aus, und nach nur 100 Kilometern war unsere Fahrt abrupt zu Ende. Jetzt heisst es, die Daumen zu drücken, dass uns der Dieselmist sicher zurück nach Alta bringt. Nach einer nervenaufreibenden Fahrt im Schutzmodus, bei der wir uns mit schleichenden 40 km/h voran quälten, haben wir endlich unser Ziel erreicht. Die Werkstatt hat uns nun mitgeteilt, dass sie am Montag und Dienstag Zeit für den Austausch des defekten Teils haben. Sofort wählte ich die Nummer meiner Werkstatt in der Schweiz und bat sie, den Partikelfilter per Express zu senden. Doch nun bleibt die drängende Frage: Werden Post und Flugzeug schnell genug sein? In dieser angespannten Zeit werden wir drei uns gegenseitig motivieren und auf unsere Nerven achten. Wir sind ein starkes Team und lassen uns nicht unterkriegen. Reisen ist ein Abenteuer, und das wusste schon Robinson Crusoe.


Ein dramatisches Warten

Donnerstag, der 13. August 2026 Woche 5 – die Odyssee geht weiter. Die DPD hat das Paket, das so viele Hoffnungen in sich trägt, erneut zurückgeschickt, diesmal aufgrund einer fehlenden Nummer. Das Warten zieht sich wie ein Schatten über uns, und der aktuelle Status des Pakets bleibt ein Mysterium. Es herrscht drückende Funkstille.

Ein Auf und Ab in der Werkstatt

In der Werkstatt brodelt es inzwischen; die Lage ist angespannt. Zwei Mechaniker, die mit uns zusammenarbeiten, sind zu Hause geblieben, da ihre Kinder erkrankt sind. Die Spannung hat mittlerweile einen kritischen Punkt erreicht, über 100, und wir sind voller Nervosität, was uns in der kommenden Woche erwarten könnte.


Die steigenden Kosten

Das Hotel, in dem wir untergebracht sind, ist zwar angenehm, doch die Preise haben sich drastisch erhöht – von CHF 180.00 auf CHF 250.00 pro Nacht, da alle Zimmer wegen Veranstaltungen ausgebucht sind. Die Möglichkeit, in der Werkstatt zu schlafen, ist ausgeschlossen, vor allem aufgrund von Lisas Situation, die dort unmöglich ist. Wir haben diesen verzweifelten Versuch bereits zweimal unternommen, und es scheint, als füge sich alles zu einem unheilvollen Bild zusammen.

Ein Funken Hoffnung

Wenn alles verrusst, bleibt nur noch die Dunkelheit. Doch tief in unserem Inneren hoffen wir sehnlichst auf einen Lichtblick, der uns aus diesem Schatten herausführen könnte.


Ein Paket voller Nervenkitzel

Dienstag, 18. August 2026: Seit Montag hat DHL die Kontrolle über das Paket übernommen, und eigentlich sollte ich erleichtert sein. Doch die Anspannung ist greifbar. Wir verfolgen das Paket nun stündlich live auf dem Bildschirm, und die Route führt uns über Zürich, Basel, Leipzig und Oslo. Heute um 15 Uhr sollte es nur noch zwei Stunden von uns entfernt in Hammerfest sein, einem Ort, an dem wir bereits ein paar Tage verbracht haben.

Doch vor fünf Minuten kam die Hiobsbotschaft: Das Paket hat den Anschluss verpasst und liegt nun untätig herum. Die Spannung in der Luft ist elektrisierend, während wir uns fragen, ob es rechtzeitig für die Reparatur am Mittwoch ankommen wird. Die Uhr tickt, und jede Sekunde zählt.


Mit grosser Spannung und Aufregung lauschten wir den Glocken, die am Kirchturm läuteten.

Was war geschehen? Die ganze Nacht über und auch am Morgen um neun Uhr war das Paket laut DHL immer noch in Hammerfest. Zum Glück hatte ich mir vor Jahren das Nägelkauen abgewöhnt. Beim Frühstück sahen wir uns in die Augen und fragten uns, was wir tun sollten. Wie könnten wir nach Hammerfest gelangen, um das Paket selbst abzuholen? Angesichts der Werkstatt war uns allen klar, dass es heute dort sein musste. Wir gingen zurück in unser Hotelzimmer und schauten am Laptop nach, doch das Paket bewegte sich nicht. Plötzlich, zum ersten Mal seit fast sechs Wochen, läuteten die Kirchenglocken neben unserem Hotel. Wir sahen uns an, und Sigi fragte mich, was das zu bedeuten habe. Spontan rief ich: "Das ist ein Zeichen! Aufstehen, wir müssen Kontakt zur Werkstatt aufnehmen!"

Warum auch immer, ich schaute in den Tresor und erkannte mit Entsetzen: NEIN! Wie sollten die Mechaniker heute am Auto anfangen, wenn der Schlüssel hier ist? "Sigi, du musst den schnellsten Weg mit dem Taxi nehmen und den Schlüssel vorbeibringen!" Kaum gesagt, so getan. Plötzlich piepste mein Handy. JAAAA, das Paket ist angekommen!!!!!! Als Sigi in der Werkstatt ankam, wurde es bestätigt, und die Mechaniker begannen heute Mittag, am 19.08.2016 mit dem Austausch des PDF. Jetzt bleibt nur das Bangen: Hoffentlich ist es das richtige Teil. Leute, ich könnte jetzt wirklich einen Schnaps gebrauchen.


Das Schicksal spielt seine Karten

Live ist Live – oder wie nennt sich unser Schicksal? Die Ruhe im Hotel war trügerisch, während wir uns am Frühstück labten. Eine Auswahl an Käsesorten und der verführerische Duft von frischem Lachs umspielten unsere Sinne. Der Lachs, so zart und saftig, schien die Zeit stillzustehen zu bringen. Jeder Bissen war ein Fest, das sich langsam im Mund entfaltete. Hmmm, dieser Nachgeschmack – ein wahres Meisterwerk der Meeresküche. „Einen guten Appetit euch allen!“, rief ich, doch die Vorfreude auf das, was kommen sollte, nagte an mir.

Der Druck steigt


So weit, so gut

– doch der Spass verwandelte sich schnell in Ernst. Die Anspannung liess sich nicht länger ignorieren, und wir packten hastig unsere Sachen, um das Hotelzimmer aufzugeben. Während Sigi und Lisa noch am Hoteleingang verweilten, stürzte ich ins Taxi, das mich zur Werkstatt bringen sollte. Dort angekommen, sah ich, dass das Teil bereits ausgetauscht war und die Mechaniker im Endspurt arbeiteten. Die Atmosphäre war entspannt, doch meine Nerven lagen blank. Würde alles gutgehen?

Ein unheilvolles Gefühl

Der Endspurt begann. Der Computer übernahm die Kontrolle, alte Daten wurden gelöscht und neue eingelesen – Routinearbeit, könnte man meinen. Doch plötzlich bemerkte ich die Nervosität des Mechanikers, der hastig um Hilfe rief. Ein ungutes Gefühl überkam mich. Anweisungen wurden zwischen den Werkstattmitarbeitern ausgetauscht, und während ich auf das Zeichen wartete, dass alles gut sei, stieg die Anspannung ins Unermessliche. Und dann, endlich, die Probefahrt.


Ein Lichtblick und ein Rückschlag

Die Spannung war greifbar, während ich immer wieder zum Himmel schaute. Die Sonne strahlte mit einer wohltuenden Wärme von 17 Grad. Unser Auto kam schwungvoll von der Probefahrt zurück, doch mein Gefühl war alles andere als überzeugt. Der Chef hantierte am Computer, und als er mit dem PDF-Einrichten begann, stieg ein unangenehmer Geruch auf. Anfänglich war nicht viel zu sehen, und dann noch dazu die ernüchternde Nachricht: unser Motoröl war nur noch zu 50% von guter Qualität, der Ölfilter überfällig. Grossartig! Mit "schüchternen" Worten versuchte ich, den Mechaniker zu überzeugen, die Sache zu beenden. Gesagt, getan – wir konnten mit neuem, frisch duftendem Motorenöl abfahren und unsere Einkäufe für die erhoffte Weiterreise erledigen.


Ein Abenteuer mit Hindernissen

Der Kühlschrank war gefüllt, und voller Freude, aber auch innerer Vorsicht, setzten wir unsere Reise fort. Zu viel des Guten, zu wenig des Abenteuers – das Wetter war schön, Sigi lachte, und Lisa freute sich über unser Zusammensein. Doch der Motor schien alles missverstanden zu haben. Plötzlich der Gang ist weg, ein Piepen ertönt, und die Stimme des Navigationssystems ertönte erneut: „In die Werkstatt, Motor überprüfen lassen.“


Ein unerwartetes Ende

Was ich daraufhin sagte, möchtet ihr bestimmt nicht hören, aber es beeindruckte den Fiat so sehr, dass er ohne Probleme zur Werkstatt zurückfuhr. Und so geschah es am 20.08.2026, an einem Abend, an dem niemand mehr arbeitete und es hiess: „Morgen sind wir gerne wieder für Sie da.“ Somit verbringen wir die dritte Nacht vor der Werkstatt.

Euch allen eine gute Nacht und danke für die guten Wünsche.



Ein Drama voller Panik und Spannung

Am nächsten Morgen setzte sich das Drama mit ungebrochener Intensität fort.

Es begann mit den grossen, besorgten Augen des Mechanikers, die uns mit unseren kleinen, verschlafenen Blicken gegenüberstanden. Lisas aufgeregtes Gebell trug zusätzlich zur nervösen Atmosphäre bei.

Die Kettenreaktion wurde in Gang gesetzt:

Nach der ersten Testfahrt ertönte erneut eine Fehlermeldung, und die Suche nach der Ursache begann. Der Mechaniker entdeckte einen defekten Sensor, der dringend ausgetauscht werden musste. Die Anspannung stieg.

Die zweite Testfahrt folgte, doch ein weiterer Fehler in der Stromversorgung liess das Adrenalin durch die Adern pumpen. Alles, vom Kühlschrank bis zur Elektronik, musste auf Herz und Nieren geprüft werden. Schliesslich fand er ein weiteres defektes Teil.

Die nächste Testfahrt stand an, und wieder eine Fehlermeldung. Die Suche begann von Neuem, und die Nervosität war greifbar. Es stellte sich heraus, dass der Verbindungsschlauch zum Turbolader durch die scharfen Steine der Naturstrassen beschädigt war, was zu einem gefährlichen Luftansaugproblem führte. Natürlich war kein Schlauch auf Lager, doch der Mechaniker bewies seine Flexibilität und nahm einen von einem anderen Auto.

Die bevorstehende Testfahrt war von Nervosität geprägt, doch schliesslich erlebten wir pure Freude. Nach acht Stunden intensiver Arbeit ohne jegliche Fehlermeldungen war die Erleichterung förmlich greifbar.



Obwohl ich anfangs aufgrund meiner Emotionen negativ über die Arbeitsweise hier geschrieben hatte, überkam mich nun ein Gefühl der Reue. Sobald das benötigte Material verfügbar war und der Mechaniker Zeit für uns fand, war er stets hochmotiviert und gab sein Bestes. Zwei Tage voller Google Translator zwischen Deutsch und Ukrainisch waren zudem amüsant und schweissten uns näher zu einer Freundschaft zusammen.

Ein herzliches Dankeschön an die Garage Mathisens Landbruksservice AS und die engagierten Mitarbeiter. Trotz aller Widrigkeiten war es eine aufregende Zeit mit euch.

Ein herzliches Dankeschön für den grossen Einsatz an die Garage annerturgi Nutzfahrzeuge AG für das schnelle Organisieren eines Austausch PDF. Dank eurem irrsinnigen Willen und Einsatz hat schlussendlich alles geklappt.


Ende der Odysee vom 14. Juli 2026 bis 22.08. 2026


Nach unserem Abendessen ein gemütlichen Spaziergang in Norwegen



"On the Road Again" von Willie Nelson


Jetzt sind wir über drei Stunden gefahren und gönnten uns ein wohlverdientes, köstliches Abendessen. Gute Nacht liebe Freunde und danke für das Daumen-Drücken







Ein Zauberhaftes Abenteuer nach Sommarøy

Unser Abenteuer setzt sich in Richtung Sommarøy fort.

Die Fahrt führte uns am bekannten Tromsø vorbei. Ein Zwischenstopp war dort nötig, um unsere leeren Gasflaschen wieder aufzufüllen. Dabei lernte ich, dass elektronische Messgeräte zur Füllstandsmessung unzuverlässig sind. Für 100 "Stutz" zeigte das Gerät noch ein Drittel Füllung an, doch tatsächlich passten nur 1,5 kg von 11 kg hinein. Das Ausbauen und Anheben der Gasflasche ist immer noch die beste Methode.

Durch Regen und Frustration

Mit gefüllten Gasflaschen ging es weiter durch den Regen. Wir hatten grosse Hoffnung, dass wir in Sommarøy auf ein Schönwetterfenster treffen würden. Die Landschaft soll traumhaft sein. Unterwegs war der Frust gross nach all den bisherigen Erlebnissen. Was sahen wir? "Räge, Räge, Tröpfli, es rägnet uf unser mobiles Homli". Wir fuhren wie immer entlang der Fjorde und hinein zu den mächtigen Klippen.

Die Schönheit der Natur

Doch dann, welch Wunder! Wir sahen und jubelten, denn es wurde immer beeindruckender. Was für eine Landschaft, was für eine Welt! Auf den Strassen begegneten wir plötzlich Schafen und Rentieren. Wir erkannten das herrliche helle Blau des Wassers und den Strand, der so weiss-gelb schimmerte, hauptsächlich mit winzigen Muscheln bedeckt und kaum Sand. So etwas hatten wir noch nie gesehen, einfach atemberaubend. Diese Landschaft mit den vielen kleinen Inseln muss man erlebt haben, denn auf Bildern kommt diese Schönheit nicht so zur Geltung wie mit den eigenen Augen.

Sommarøy Camping & Marina

Am Sommarøy Camping & Marina angekommen, das sehr empfehlenswert und preiswert ist, richteten wir uns für eine Nacht ein und genossen die bezaubernde Umgebung. Auch am nächsten Morgen wurden wir belohnt, da wir ohne Regen die ganze Naturpracht und den Fischerhafen geniessen konnten. Diese Ruhe hier, und von hier aus geht es nur noch weiter in den Atlantik. Hier ist ein schönes Ende unserer wunderschönen Erdkugel.




Tunnel-Alptraum in Norwegen

Mit großer Aufregung und Nervenkitzel möchte ich euch von einem einzigartigen Erlebnis berichten, das wir in Norwegen hatten. Bereits in einem früheren Blogbeitrag habe ich ein Bild geteilt, das die beeindruckende Anzahl der Tunnel in diesem Land zeigt. Diese Tunnel sind feucht, neblig, düster und oft sehr eng. Für einen Schweizer ist es ein atemberaubendes Abenteuer, durch diese dunklen Gänge zu fahren – es fühlt sich an, als würde man direkt in die Hölle hinabfahren.

Die Spannung steigt ins Unermessliche, während wir mit unserem 231 cm breiten Wohnmobil durch die Tunnel manövrieren. Die Gedanken rasen: Hoffentlich kommt uns kein Auto entgegen, kein Traktor oder gar ein Rentier! Mit weit geöffneten Augen und voller Konzentration navigieren wir durch die enge Dunkelheit. Plötzlich blitzt ein Licht auf – das Ende dieser wilden Fahrt scheint in Sicht! Doch oh nein, da sind mehrere Autos! Ich schalte auf Fernlicht, der andere Fahrer ebenfalls, alle blinken und halten an. In diesem Moment spüre ich den Adrenalinstoss. Als mutiger Fahrer gebe ich Gas und wage das Unmögliche.

Ja, ich bin der Beste! Alles richtig gemacht! Voller Freude setzen wir unsere Fahrt fort, und ich kann aufatmen. Lachend erkenne ich, dass wir nicht in die Hölle, sondern nach Torksen fahren.



Von Sommarøy nach Torsken über Heia

Wir hatten das Vergnügen, eine aufregende Fahrt bei wechselhaftem Wetter zu erleben. Es war einfach atemberaubend, was uns alles begegnete. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, nicht den direkten Weg zu einem Ziel zu wählen. Wir fuhren durch weite Ebenen mit herbstlichen Brauntönen, sahen saftig grüne Wiesen, passierten steile Felsklippen und durchquerten zahlreiche Tunnel. Diese Tunnel haben uns ein paar Jahre älter gemacht, lach, was bei uns zum Glück noch möglich ist. Diese Strecke kann ich wirklich jedem ans Herz legen; sie ist das pure Abenteuer.

In den Bergen bei den Samis verbrachten wir zudem eine grossartige Nacht, fernab von allem Gewohnten. Eine wunderbare Erfahrung, die uns die Vorzüge eines geräumigen Wohnmobils mit Heizung einmal mehr bewusst machte. Seht euch die Bilder an, um zu entdecken, was wir alles erlebt haben.

Ein weiterer Ausschnitt einer fantastischen Fahrt durch Norwegen



Unsere aufregende Reise geht weiter!

Die Abenteuerlust treibt uns voran, und ich kann kaum erkennen, ob wir uns in den Süden oder zurück in den Norden bewegen. Unser Weg führt uns auf und ab, über majestätische Berge und durch weite, offene Ebenen in warmen Brauntönen, wo sich riesige Moorlandschaften erstrecken. Auf unserer Fahrt begegnen uns zahlreiche glitzernde Seen und beeindruckende Fjorde. Es ist schier unmöglich, all die atemberaubenden Landschaften festzuhalten; alle paar Kilometer verändert sich das Panorama und überrascht uns aufs Neue.


Ein unvergesslicher Weg nach Andenes

Die Fahrt nach Andenes war schlichtweg spektakulär. Die Natur dort ist einfach überwältigend. Wir starteten in einem Meer aus sattem Grün, das allmählich in die erdigen Brauntöne der Moorlandschaft überging, durchzogen von leuchtenden grünen, gelben und roten Pflanzen. Jeder Schritt über diese Landschaft ist wie ein Traum im Samt, denn der Boden gibt sanft nach und umhüllt die Füsse wie eine weiche Umarmung. Lisa konnte ihre Freude nicht zügeln; sie hüpfte vor Begeisterung auf und ab und wälzte sich im weichen Moos. Es braucht nicht viel, um feuchte Augen zu bekommen, wenn man sie so voller Glück sieht. Auf unserem Weg begegneten wir wieder einigen Schafen, und ich versuchte, den Hirten zu spielen. Statt sich von der Strasse zu entfernen, schauten sie mich nur an, als ob sie dachten: "Määääh, schau, ein Schweizer." Die Reise führte uns über malerische Brücken, zwei aufregende Fährfahrten und schliesslich über die sanfte Ebene "hinauf" nach Andenes.


Ein Abend voller Genuss

Es ist einfach unglaublich, was wir alles erleben durften, und am Abend stürzten wir uns mit grossem Appetit auf das köstliche Abendessen. Ich stand einmal mehr hinter dem Grill und war mit drei saftigen Lachsen beschäftigt, während Sigi in der Küche emsig die Beilagen vorbereitete. Sie ist eine hervorragende Köchin, und ich bin so stolz auf sie. Mein Bauch weiss genau, warum er so viel tragen muss! Sigi, du bist das Beste auf Erden und eine wahre Meisterin auch am Herd. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz!

Und da ist noch unsere Lisa. Was denkt ihr, wo sie sich versteckt? Natürlich, sie lauert darauf, dass ein Stück vom Grill herunterfällt, und sorgt dafür, dass der weiche Boden auf unserem Stellplatz nicht schmutzig vom Lachs wird. Lisa, du bist ein riesiger Schatz und einfach grossartig. Danke, dass du mir bisher nicht in meinen saftigen Hintern gebissen hast!

Bilder unserer Erlebnisse

Werft nun einen Blick auf die Bilder und lasst euch von den Eindrücken nach Andenes verzaubern!




Unsere Zeit in Andenes war einfach traumhaft!

Wir spazierten über den herrlich weichen weissen "Sand", der tatsächlich aus zermahlenen Muscheln und einer Vielzahl von Meereslebewesen besteht. Es fühlt sich an wie Sand, ist aber so viel sanfter und macht unglaublich viel Spass, darauf zu schlendern. Auch Lisa konnte ihr Glück kaum fassen und rannte fröhlich hin und her.

Auf der Klippe richteten wir unsere Stühle aus und blickten in die unendliche Ferne. Wir wurden Zeugen eines grandiosen Sonnenuntergangs und hatten das Glück, zahlreiche Wale bei ihrem majestätischen Ritual im Wasser zu beobachten. Leider war die Entfernung für meine Objektive zu gross, doch es war trotzdem ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, ihre Atemfontänen zu sehen.


Ein nächtliches Abenteuer unter den Nordlichtern

Ach ja, unser grosses Thema waren die Nordlichter! In den letzten Nächten leuchteten sie wie ein magisches Spektakel am Himmel, und wir waren völlig aus dem Häuschen: „Wow, wie cool! Wir sehen tatsächlich Nordlichter!“ Die Freude und Aufregung um uns herum waren greifbar, und ich machte mich bereit, alles für die perfekten Aufnahmen vorzubereiten. Da es noch spät dunkel wurde und das beeindruckende Schauspiel erst viel später begann, entschieden wir uns, ein wenig zu ruhen. Eins, zwei, drei – und schon lagen wir im Schlafsack, bereit für das große Ereignis. Doch was passierte? Die drei Musketiere schnarchten um die Wette, als ob sie einen Wettbewerb veranstalteten! Am Morgen, als die Sonne aufging, war die erste Frage: „Hast du etwas gesehen?“ Wir mussten einfach grinsen und dachten uns: Den Schlaf hatten wir uns redlich verdient! Doch das Schicksal wollte es anders. Wir hatten noch eine zweite Chance, und wie diese Wette ausging, darüber möchte ich lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Aber eins ist sicher: Wir machten wieder „Musik“ im Wohnmobil, bis die ersten Strahlen des Morgengrauens den Himmel erhellten!



Später setzten wir unsere Reise in ein kleines, abgelegenes Fischerdorf fort. Wie aufregend die Fahrt dorthin war und wie malerisch das Dorf aussieht, erfahrt ihr in einem späteren Teil.

Doch zuerst möchte ich euch mit faszinierenden Drohnenaufnahmen der zauberhaften Landschaften auf dem Weg nach Andenes betören.




Das Abenteuer setzt sich in der weiten Prärie Norwegens fort

Unsere Reise führte uns über Umwege nach Nyksund, einem Fischerdorf mit etwa 20 Einwohnern und bis zu 40 Touristen auf den Vesterålen im Norden Norwegens. Leider zog während der Fahrt eine Schlechtwetterfront auf. Mit knirschenden Zähnen, soweit sie noch Geräusche von sich gaben, fuhr ich konzentriert entlang der Fjorde. Wie immer begegneten uns großartige Landschaften, doch entweder spielte das Wetter nicht mit oder es war unmöglich anzuhalten. Die Fahrt war wirklich spannend, was da alles so auf uns zukam! Gerade wegen des Wetters entschieden wir uns das Fischerdorf als Ziel zu wählen. Für mich war es wichtig, nicht im Regen dort anzukommen. Wir bogen an der Kreuzung ab und zunächst sah alles gut aus. Erleichtert beschleunigte ich, doch dann kam eine Kurve, die mein Herz fast in die Hose rutschen liess. Es begann mit den Schlaglöchern. Das Auto rumpelte und donnerte, und ich musste aufpassen, dass Lisa hinten nicht aus dem Bettchen geworfen wurde. Spass beiseite, ich nutzte die volle Breite der Strasse, um allen Hindernissen auszuweichen. Ja, soweit so gut, und wir hatten alles im Griff... dachte ich. Was war los? Uns kam ein Schild entgegen, das um Spenden für die Strassensanierung bat. Was sollte das denn? Bald wussten wir Bescheid: Es ging etwas bergauf und bergab, und die Strasse wurde immer enger, eher ein Weg. Kein Problem, dachte ich, doch der Teerbelag war weg und tausende Splittersteine flogen unter dem Auto hindurch... Wohin führt uns das? Genau so entstand unser Schaden mit dem PDF damals, siehe Teil 3. Holprig ging es langsam voran, ein Schlagloch nach dem anderen, ein Steinchen nach dem anderen... jetzt bloss keine Schäfchen zählen wollen. Konzentriert fahren, die Augen weit auf, und was sieht man? Autos auf dem Rückweg. Ich kann nicht zurück und was die vorne machen, keine Ahnung. Mutig wie ich bin, fuhr ich weiter, und ja, sie respektierten mein grosses Auto und konnten in einer Bucht ausweichen. Langsam kreuzten wir uns und winkten uns gegenseitig mit einem Lächeln zu. Die Fahrt auf dieser Strasse dauerte etwa 40 Minuten, und sichtlich erleichtert kamen wir am Zielort an. Was für eine Entschädigung dieser Anblick war. Ein kleines, buntes Dorf am Ende der Welt, wo sich nur noch die Fische gute Nacht sagen.

Zunächst ein paar Bilder von der Fahrt von Andenes nach Nyksund

Bilder vom Dorf folgen später



Nyksund – Ein zauberhaftes Dorf

Schaut euch die Bilder an! Ist das nicht einfach magisch? Für mich war es das erste Mal, ein Dorf mit solch einem einzigartigen Charakter zu entdecken, geprägt von alten, malerisch schönen Häusern. Die Atmosphäre hier ist unvergleichlich, und das rege Leben, das in diesem kleinen Ort pulsiert, macht es nur noch faszinierender.

Ein kulinarisches Erlebnis

In diesem 20-Seelen-Dorf findet man zahlreiche gemütliche Cafés und Restaurants, die besonders frischen Fisch anbieten, ein absolutes Muss für jeden Besucher. Kaum zu glauben, dass man auf der schmalen Schotterstrasse entlang des Fjords fährt und plötzlich in diesem kleinen Paradies ankommt. Die Eindrücke, die ich hier gesammelt habe, werden mir für immer in Erinnerung bleiben. Es ist einfach schön zu wissen, dass es Orte wie diesen auf der Erde gibt.




Das Abenteuer in der Wetterkrise

Das Abenteuer hat sich in eine dramatische Wetterkrise verwandelt.

In den vergangenen Tagen mussten wir uns mit dem unaufhörlichen Regen anfreunden. Der Himmel war in ein trübes Grau gehüllt, und die Aussichten im Norden waren alles andere als vielversprechend. Kilometer um Kilometer fuhren wir durch den dichten Nebel und den unbarmherzigen Regen, während die Kälte uns bis auf die Knochen durchdrang. Diese drückende Nässe machte das Unterfangen alles andere als vergnüglich, und selbst Lisa konnte ihre Unzufriedenheit nicht verbergen.

Ein Abend im Wohnmobil

Als wir schließlich am nächsten Ort eintrafen, schien der Wettergott uns nicht gewogen zu sein. Die Stunden verbrachten wir im Wohnmobil, gefangen in einem Abenteuer, das sich mehr nach einer misslungenen Odyssee im Wohnmobil anfühlte als nach einer Erkundung Norwegens. Am nächsten Morgen, alles um uns herum triefte vor Nässe und Dreckpfützen überall, machten wir uns mit neuer Hoffnung auf den Weg. Wir waren überzeugt, dass es mehr Sinn machte, eine Stadt im Regen zu erkunden, als unsere Zeit an der stürmischen Küste zu vergeuden.

Brønnøysund: Sturm und Enttäuschung

Doch als wir in Brønnøysund ankamen, wurden wir erneut von einem heftigen Sturm und strömendem Regen empfangen. Unsere Gefühle in diesem Moment möchte ich lieber nicht schildern, abgesehen von der Tatsache, dass der Stellplatz hier durchaus ansprechend war. Ein Ausflug mit dem Hund in die Stadt erschien uns jedoch als sinnlos, sodass wir die Zeit im Auto und in der unmittelbaren Umgebung verbrachten.

Ein Entschluss für die Zukunft

Beim Frühstück am nächsten Morgen, umgeben von den düsteren Aussichten, reflektierten wir über die Situation und trafen einen folgenschweren Entschluss: Es machte keinen Sinn, bei solchen Wetterprognosen in den kommenden sieben Tagen zu den Lofoten zu fahren. Es wäre zu schade, wenn die atemberaubende Landschaft hinter dichten Wolken und Regen versteckt wäre. Die Vorhersagen für den Süden hingegen waren vielversprechender, und so entschieden wir uns, den Kurs zu ändern und direkt in den südlichen Teil zu fahren.

Ein Hoffnungsschimmer

Und siehe da, bevor wir uns auf den Weg machten, öffnete sich ein Fenster in den Wolken, und ich konnte endlich ein Bild von der majestätischen Brücke in Brønnøysund festhalten. Die Lofoten werden nun im nächsten Jahr das Ziel unserer zweiten Skandinavienreise sein. Wie es weitergeht, was uns erwartet und wohin die Reise führt, bleibt noch ungewiss und somit eine Überraschung für uns alle. Doch wir lassen uns nicht unterkriegen und setzen unsere Reise voller Entschlossenheit fort.

Ein paar Eindrücke ohne Regen

Hier ein paar Eindrücke der letzten Fahrt, die glücklicherweise ohne Regen stattfand.



Die Reise nahm ihren dramatischen Verlauf, während wir uns durch unbarmherzige Winde, strömenden Regen und strahlenden Sonnenschein kämpften. Wie gewohnt kurvten wir unermüdlich bergauf und bergab. Das Gebirge, das uns umschloss, war majestätisch und facettenreich, mit seinen schroffen, hohen Gipfeln und sanften Hügeln. Soweit das Auge reichte, erstreckten sich dichte Tannenwälder, und bei jeder scharfen Kurve begann das atemberaubende Schauspiel wieder von neuem – eine traumhafte Landschaft, die uns in ihren Bann zog. Die stetig sinkenden Temperaturen verrieten uns, dass wir in schwindelerregende Höhen vordrangen, und wir drehten die Heizung im Auto weiter auf, um den eisigen Luftzügen zu trotzen. Das Staunen wollte kein Ende nehmen; links und rechts von uns stürzten gewaltige Wasserfälle in die Tiefe, deren Grösse selbst die imposantesten Schweizer Wasserfälle in den Schatten stellte. Leider blieb mir nur die Erinnerung, denn die Strassen liessen keine Stopps zu, und der Regen setzte erneut immer wieder ein.

Hochkonzentriert ging die Fahrt weiter bergauf, doch die Schlaglöcher verlangsamten unseren Fortschritt zusehends. Müdigkeit überkam mich, und ich war unendlich erleichtert, als wir schließlich auf knapp 630 Metern über dem Meeresspiegel unser Ziel erreichten. Diese Höhe klingt nach wenig für ein Schweizer aber die Landschaft ist hier wie auf 2700 Meter und wir haben aktuell am 4. September 2026 6 Grad am Morgen und in der Nacht 3 Grad.

Wir richteten uns ein, und es war wieder einmal an der Zeit für Sigi. Ja, das Wäsche waschen stand an, und der Campingplatz Røros Camping bot hierfür hervorragende Einrichtungen. Dieser Platz, ideal gelegen für einen Besuch der Stadt, hielt alles bereit, was wir benötigten. So endete der Tag für uns alle, und am nächsten Morgen, nach einem weiteren Regenschauer, machten wir uns auf, um endlich die bezaubernde Stadt Røros zu erkunden.

Røros ist besonders bekannt für:

  • Charmante und gut erhaltene Holzbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit geschwärzten Fachwerkwänden und Grasdächern.

  • Kupferwerk Røros: Das Fundament der Stadt, in Betrieb von 1644 bis 1977.

  • Klima: Der Ort ist bekannt dafür, einer der kältesten in Norwegen zu sein, mit einem Temperaturrekord von −50,4 ℃.


Seht selbst ein paar wenige Ausschnitte der Häuser.




Das Unbekannte Abenteuer

Und das unbekannte Abenteuer setzte sich auf den Strassen von Røros nach Lillehammer fort.

Besondere Erlebnisse

Ich muss darauf achten, dass der Text nicht mit der Zeit langweilig wird, denn in den Bergen geht es natürlich wie immer auf und ab. Dieses Mal sahen wir viele besondere Häuser, und das Wetter erlaubte uns, einige beeindruckende Motive zu fotografieren. Besonders faszinierend war die Ringebu-Stabkirche in Ringebu. Der älteste Teil der Kirche wurde um das Jahr 1220 in Romanischer Architektur als Stabkirche auf dem Fundament einer älteren Kirche errichtet. Leider sind die Kirchen wie immer nicht zugänglich, und es war niemand vor Ort der uns die Tür öffnen konnte.

Einmalige Landschaften

Zuerst führte uns der Weg über eine atemberaubende Hochebene. Die bunten Steine und Flechten in der Natur überraschten uns völlig. Fotografisch war es nicht einfach, die ganze Szenerie realistisch festzuhalten. Eine unvergessliche Landschaft erstreckte sich über 100 km pure Natur. Auf der Höhe in der Einsamkeit trafen wir auch ein älteres schwedisches Paar. Sofort bot ich Kaffee und Kuchen an, und wir tauschten zwei Stunden lang lustige Gesprächsthemen aus. Es war wunderschön, und wieder ging ein unvergesslicher Tag zu Ende. Zum Abschluss des Tages bekamen wir noch netten Camping Besuch. Ein Toyota von 1976 und das Paar lebte eisern Camping pur, auch bei Regen.

Visuelle Eindrücke

Die Bilder der Fahrt nach Lillehammer sind zu sehen.




Begeisternde Entdeckungen in Lillehammer

Nach unserer Ankunft in Lillehammer und dem Finden eines Parkplatzes bei den Olympischen Hallen wurden wir sofort von der charmanten Topografie der Stadt überrascht. Mit einem Augenzwinkern bemerkte ich zu Sigi, dass jeder Abstieg auch einen Aufstieg nach sich zieht. Ihre Reaktion war eher zurückhaltend, und sie ermunterte mich, meine Worte freundlicher und motivierender zu wählen.

Die Stadt Lillehammer

Doch meine Erwartungen an diese Stadt waren völlig anders, und ich wurde angenehm überrascht.

Das grosse Zentrum strahlt eine dörfliche Atmosphäre aus, geprägt von kleinen, alten Holzhäusern, die in lebhaften Farben erstrahlen. Diese malerischen Gebäude und die zahlreichen kleinen Läden und "Garten-Beizli" weckten Erinnerungen an meine Jugendzeit in Laufenburg. So schlenderten wir durch das "Dorf", während Lisa fröhlich mit anderen Hunden klefte. Ihr freudiges Gebell war manchmal kaum zu überhören, denn sie wollte sich schliesslich Gehör verschaffen. Jeder von uns hatte seinen Spass, und die Einkaufstaschen füllten sich wie gewohnt.

Einblicke in das Zentrum von Lillehammer




Die abenteuerliche Reise nach Lillehammer und Bergen auf "Teer" und "Schotterpisten".

Die Fahrt in Richtung Lillehammer, gefolgt von der Weiterreise nach Bergen, entpuppt sich als ein wahres Abenteuer. Die Landschaft breitet sich majestätisch vor uns aus und begeistert mit ihren beeindruckenden Ausblicken. Manchmal gleiten wir über asphaltierte Strassen, während wir an anderen Stellen über holprige Schotterpisten ruckeln. Die Strassen sind nicht ohne ihre Tücken: Löcher und Risse sind allgegenwärtig, und die unüberhörbaren Schlaglöcher sorgen für ein ständiges Auf und Ab im Auto. Unsere Lisa bleibt gelassen und entspannt, während Sigi immer wieder überrascht aufschreit. Die Erinnerungen an Alta sind noch frisch und lebendig in unseren Köpfen. Doch trotz der Herausforderungen macht es großen Spass, stundenlang durch diese einsame, atemberaubende Landschaft zu fahren. Solch eine Einsamkeit auf vier Rädern ist ein Erlebnis, das man einfach selbst erfahren muss.



Weiter geht die Fahrt nach Bergen bevor der grosse Regen kam.


Bergen - Ein Abenteuer im UNESCO-Welterbe!

Bergen, das pulsierende Herz der norwegischen Fjorde, vereint auf faszinierende Weise atemberaubende Natur, lebendige Kultur und aufregende städtische Erlebnisse.


Nach einer spannenden und abenteuerlichen Anreise, die uns an die Grenzen des Möglichen führte, erreichten wir schliesslich die zauberhafte Stadt Bergen. Für unseren Aufenthalt, wie es bei grösseren Orten oft der Fall ist, hatten wir zwei Nächte eingeplant. Der Wetterbericht versprach alles von Sonnenschein bis Regen, was die Vorfreude nur noch steigerte. Vom Campingplatz Bratland aus brachen wir voller Erwartungen auf.

Und das Glück war auf unserer Seite:

Wir fanden den letzten Parkplatz für unser Wohnmobil! Zu unserem Staunen lag direkt vor uns die majestätische Aida im Hafen, ein gigantisches Schiff, aus dem unzählige Passagiere strömten – ein beeindruckendes Schauspiel!

Alles schien perfekt zu laufen. Ich schloss das Auto ab, schnappte mir meine Kamera und wir machten uns auf die Suche nach den bekanntesten Motiven von Bergen. Doch kaum hatte ich die ersten Fotos geschossen, da brach der Himmel über uns auf: es begann zu regnen! Ein weiteres Kapitel in unserem wettergeplagten Abenteuer. Schnell packte ich die Kamera in einen Plastiksack und wir stürzten uns in das nächste Abenteuer: "Auf der Motivjagd bei Regen".

Der erste Eindruck der Stadt war einfach bezaubernd. Moderne Architektur und alte Holzhäuser standen harmonisch beieinander, ohne dass etwas störend wirkte. Wir staunten über die Vielzahl der alten Holzhäuser, jedes schöner als das andere, und entdeckten schmale Gassen, die nicht breiter als ein Meter waren. Ein Feuer in diesen engen Strassen wäre wahrlich ein Albtraum! Nun aber ging unser "Albtraum" weiter. Es regnete immer mehr in Strömen und nach einigem hin und her und auf und ab in den Gassen beschlossen wir dieses Vorhaben zu beenden und im kommenden Jahr die Stadt nochmals auf zu suchen.

Als wir schliesslich auf dem zu empfehlendem Campingplatz Bratland ankamen, waren wir überrascht: Unser Stellplatz hatte sich in einen kleinen See verwandelt! Über 10 cm Wasser standen dort. Also, Auto geparkt, Schuhe ausgezogen, Hosen hochgekrempelt und mit freiliegenden Waden stürzten wir uns ins Wasser – und ich nutzte die Gelegenheit, um unser Wohnmobil gründlich zu waschen.

Was für ein aufregender Tag! Unser Wohnmobil glänzte nun im neuem Weiss. Einfach grossartig!




Dramatische Reise von Bergen nach Haugesund

Und die Reise geht weiter, mit wachsendem Frust von Bergen nach Haugesund.

Leute, ich könnte ein Lied singen: "Räge, Räge Tröpfli", es rägnet ständig uf mis Chöpfli".

Wir fliehen von Ost nach West, von Nord nach Süd, wie es der Wetterbericht empfiehlt. Grossartig, am Ziel angekommen, graue Wolken, und es begann zu regnen. Es hörte auf, und der Regen kam noch schneller zurück. Es machte für uns keinen Sinn mehr, sinnlos weitere Kilometer zu fahren, denn inzwischen waren wir bei Kilometer 14.000.

Wir genossen die Zeit in der schönen Stadt Haugesund, wo ich mir noch einen neuen Fotorucksack besorgen musste. Bei diesem Wetter war alles gefordert, und irgendwann gibt alles nach.

Ein Blick auf die Tage in Haugesund

Hier ein paar Bilder, die für mich wettertechnisch von der letzten Fahrt von Bergen nach Haugesund Sinn machten.




Die Flucht setzte sich nach Süden fort, natürlich im stärksten Regen. Mit der grossen Fähre ging es dann in einer vierstündigen Fahrt nach Dänemark. Die Hoffnung war gross, im "Süden" besseres Wetter zu finden.

Die Spannung stieg, und wunderbarerweise blieb alles unverändert, der Regen verfolgte uns weiter. Es reichte gerade noch für ein Foto in Dänemark, bevor es nass wurde. Damit endet die Reise abrupt, und ich danke euch für die Aufmerksamkeit und die immer wieder tollen Rückmeldungen.

Am 14. September sind wir alle Gesund und doch mit grosser Freude zu Hause angekommen und sagten uns, es war auf jedem Fall mega schön und wir waren ein starkes Team bei jeder Situation.

Sigi, Lisa und Martin

PS. Im nächsten Jahr, wenn es die Gesundheit erlaubt, fahren wir wieder vier Monate hoch und versuchen nachzuholen, was diesmal nicht ging.


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Tschüss und bleibt gesund


Obelisk Globe in Dänemark
Der Leuchtturm im nördlichsten Teil von Dänemark






Hier geht es zum Teil 1 ; Teil 2 ; Teil 3 der Skandinavien Reise




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Fotografiert mit Handy, Sony A1 oder DJI Drohne © Martin Schnetzler

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