top of page

Vier Monate Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil / Abenteuer von Sigi, Lisa und Martin

  • Autorenbild: Martin Schnetzler
    Martin Schnetzler
  • 10. Juli
  • 14 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Aug.

Weiter geht es mit der vier-monatige Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil.



Teil 3 durch Norwegen


Vier Monate mit dem Wohnmobil durch Skandinavien – das klingt nach Freiheit, Natur und unvergesslichen Momenten und genau das wollen wir erleben. Die Chefin Sigi, unsere Hündin Lisa und ich sind gemeinsam aufgebrochen, um Skandinavien zu entdecken. In diesem Blogpost nehme ich euch mit auf unsere Reise, zeige Highlights, Herausforderungen und praktische Tipps für alle, die selbst eine Skandinavien Reise erleben möchten.


Hier geht es zum Teil 1 oder Teil 2 der Skandinavien Reise



Nach dem abenteuerlichen Tag mit Moskitos und all dem anderen Sorgen in Finnland starteten wir am 9. Juli 2026 früh um 6 Uhr. Unser einziges Ziel war zunächst, den Moskito-Biestern zu entkommen. (siehe Teil 2)

Unsere Reise führte uns nach nur 10 Minuten Fahrt hinüber nach Norwegen. Schon bald liessen wir das feuchte Gebiet hinter uns, und es gab weniger von den Plagegeistern. Die Route führte uns von Utsjoki nach Vardø, unserem Tagesziel. Zuerst fuhren wir jedoch 140 km nach Bugøyfjord, wo wir gemütlich frühstückten und das "steinerne Kunstwerk, Denkmal" bewunderten. Die gesamte Fahrt war ein grosses Abenteuer in einer beeindruckenden Landschaft. Eigentlich hätte man alle 10 Meter ein neues Foto machen können. Ein Traum, und unsere Lisa dachte bestimmt, die beiden da vorne haben einen grossen Vogel.


  • Skandinavien Reise Bilder von Utsjoki nach Bugøyfjord in Norwegen


Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es von Bugøyfjord nach Vardø, eine Strecke von 180 km entlang der Küste. Wieder bot sich eine neue atemberaubende Landschaft, doch wegen des Windes waren Drohnenaufnahmen nicht möglich. Die Fahrt ging geradeaus, auf und ab, vorbei an kleinen Dörfern, bis wir erneut tanken mussten. Und siehe da, unser Gasproblem löste sich sofort. Im Norden Norwegens wird nicht nachgefüllt, aber man kann die Flasche ohne Verlust 1:1 eine finnische gegen eine norwegische Flasche austauschen. Ein großartiger Tag voller Freude und Spannung.

  • Skandinavien Reise Bilder von Bugøyfjord nach Vardø in Norwegen


Zuerst ging es unter dem Meer hindurch in Richtung Insel. Am Zielort Vardø angekommen, bestaunten wir das wunderschöne alte Fischerdorf. Schon am ersten Tag war uns klar, dass ein Tag Aufenthalt hier nicht ausreicht. Ein Dorf mit eigenartigem Charakter, das ein modernes Hallenbad oder Fitnesscenter bietet, hat zugleich viele Häuser, die nicht intakt sind und dem Verfall entgegensehen. Viele Häuser im Dorf sind von den tausenden Möwen in Besitz genommen worden, und man muss damit rechnen, angegriffen zu werden. Auch Sigi durfte das selbst erleben. Der Stellplatz, vom Tourismus organisiert, liegt sehr schön am Ufer im Fischerhafen. Die Plätze sind sehr gross und Strom ist vorhanden. Neu ist, dass man nun mit einem Code 24 Stunden die Toilette etc. benutzen kann. Uns hat es wirklich sehr gut gefallen, und wir konnten viel auf der Insel ansehen. Ein paar Beispiele seht ihr in der Galerie.

  • Vardø bei der Skandinavien Reise in Norwegen

Am 11. Juli ging es bei starkem Regen und Wind weiter von Vardø nach Mehamm, das etwa 330 Kilometer entfernt liegt. Für diese Strecke benötigt man ungefähr 5 Stunden. Aus der Ebene gelangt man ins Gebirge. Während der Fahrt durch das Gebirge hatten wir das Gefühl, als würden wir über den Albula fahren: beeindruckende Felsen, teilweise Schneefelder und keine Bäume, als wäre man auf 3000 Metern Höhe. Doch tatsächlich befanden wir uns nur 160 Meter über dem Meeresspiegel. Die Hochebenen mit ihren weiten Flächen lassen einen als Schweizer einfach sagen: "Jö, unser Ländchen isch scho chlii."

  • Bilder Skandinavien Reise von Vardø nach Mehamm in Norwegen

In Mehamm angekommen, richteten wir uns auf dem malerisch gelegenen Campingplatz Nordic Safari Wildlife Adventures AS ein. Da das Wetter gut werden sollte, beschlossen wir, zwei Nächte dort zu bleiben, um ausreichend Zeit für den Leuchtturm zu haben. Zum Glück trafen wir diese Entscheidung, denn die Fahrt dorthin war zauberhaft. In den 30 Minuten erlebten wir eine abwechslungsreiche Landschaft, einfach wunderschön. Der Slettnes fyr (Leuchtturm) und die Fahrt dorthin sind ein absolutes Muss. Ausserdem sahen wir die schönste Rentierherde seit unserer Zeit in Skandinavien.


Das Fischerdorf Mehamm in Norwegen

  • Bilder von Mehamm in Norwegen

Auf dem Weg zum Leuchtturm sind uns einige Rentiere begegnet. Wunderschöne Tiere mit ihren großen Geweihen auf dem Kopf.

  • Bilder von Renntieren in Norwegen


Die Fahrt zum Leuchtturm Slettnes fyr

  • Bilder von der Fahrt zum Leuchtturm Slettnes fyr

Ab jetzt verläuft alles anders als geplant, und unsere Nerven wurden auf die Probe gestellt, wie wir als Team auf Reisen sind. Wenn die Elektronik ihre Macken hat, dann zeigt sie das in vollem Umfang. Kurzerhand mussten wir unsere Reise umplanen, da die nächste zertifizierte Fiat-Werkstatt einige hundert Kilometer entfernt ist. Stotternd und mit angespannten Nerven fuhren wir los, und der erste Reisetag verlief mit 13 Stopps relativ gut. Was ist mit unserem Auto? Nun, während der Fahrt verlieren wir an Leistung und haben einfach keine Energie zum Fahren. Mitten auf der Strasse anhalten, den Motor aus- und wieder anschalten, und es ging weiter. Mal besser, mal schlechter, je nachdem, wie die Elektronik Lust hatte, mit uns ein Spiel zu treiben. Wir übernachteten auf einem schönen Campingplatz in Lakselv. Nach einem guten Frühstück ging die Fahrt weiter Richtung Alta. Die ersten hundert Kilometer verliefen eigentlich gut, und die Fehlermeldung erschien nicht mehr. Wir hatten leise Hoffnung, dass sich alles von selbst geregelt hatte. Doch als wir weiterfuhren, kam die Ernüchterung, und plötzlich blieben wir stehen. Diesmal wurde die Lage ernst, und wie es das Schicksal wollte, standen wir weitab von allem am Strassenrand, konnten aber noch in einer Ausweichbucht parken. Damit war der Tag gelaufen, und nach 2,5 Stunden ging die Fahrt eine Etage höher weiter. Ja, Reisen bedeutet Abenteuer pur, und mit guter Laune und Humor haben wir uns nun auf dem Parkplatz der Werkstatt ein Abendessen zubereitet. Morgen, am 14. Juli, hoffen wir, dass uns die Werkstatt möglichst schnell helfen kann.

Ps. Nein, es war nicht das AD Blue, das etwa zu wenig war.

  • Das Wohnmobil wird in Norwegen abgeschleppt
  • Das Wohnmobil wird in Norwegen abgeschleppt
  • Das Wohnmobil wird in Norwegen abgeschleppt
  • Das Wohnmobil wird in Norwegen abgeschleppt


Wie es weiter geht, demnächst in diesem Kino :)


Unser neuer Reisebegleiter Mister BYD für die nächsten Wochen auf der Skandinavien Reise

So, das Abenteuer geht weiter. Nach langer Suche und hin und her blieb uns nichts anderes übrig, als das Angebot der örtlichen Garage anzunehmen, dass wir frühestens am 28. Juli einen Termin bekommen. Die Hoffnung ist, dass es dann nicht zwei Wochen dauert, bis der Fehler gefunden wird oder Ersatzteile bestellt werden müssen. Das Gute daran ist, dass es eine zertifizierte Fiat-Garage ist. Soweit, so gut, und es geht weiter, natürlich nicht zu Fuss, denn wir wollen nicht vor Ort untätig herumsitzen. Zwei Stunden später hatten wir ein Mietauto, und dieser BYD ist nun unser neuer Begleiter. Jetzt noch der letzte Schritt: für die kommenden Nächte ein Hotel suchen, Kleidung packen, den Hund nicht vergessen, und los geht's. Zum ersten Mal elektrisch unterwegs, und dann wow, diese weiche Federung und die Ruhe im Auto. Okay, das ist zumindest ein Vorteil gegenüber unserem schönen Wohnmobil. Ein kleiner Trost :)

Die Reise beginnt, und unser Ziel war die Stadt Hammerfest.


Hammerfest befindet sich an einer beeindruckenden und wenig bewohnten Küste und ist mit mehr als 10.000 Einwohnern die nördlichste Stadt der Welt!

Leider hatten wir hier zum ersten Mal wirklich Pech mit dem Wetter, aber wenigstens konnten wir die lebhafte Stadt einen Tag lang erleben. Neben der "Regenbogen " Demonstration war auch sonst viel los, und es hat uns sehr gefallen. Die Wanderlandschaft konnten wir am nächsten Tag nur im Nebel und bei 9 Grad betrachten. Der neblige Eindruck war jedoch faszinierend und ein Ausflug hierher ist bestens zu empfehlen. Im Arctic Sea Hotel waren wir mit dem Zimmer und essen gut aufgehoben. Leider ist es, wie bisher überall, mit Hunden nicht einfach.

  • Bilder von der Stadt Hammerfest in Norwegen



Morgen, am 18. Juli 2026, setzen wir unsere Reise nach Alta fort, wo wir weitere Tage in der Stadt verbringen werden. Das Nordkapp möchten wir erst besuchen, wenn wir wieder unser Wohnmobil haben, da es schliesslich ein Abenteuer mit dem Wohnmobil zum Nordkapp sein soll.

Die Reise von hammerfest nach Alta

  • Bilder von der Fahrt Hammerfest nach Alta in Norwegen


In Alta

gut angekommen, wurden wir herzlich im Thon Hotel Alta empfangen. Alta ist die grösste Stadt in Finnmark mit 16.200 Einwohnern. Wie wir bald feststellen, sind die umliegenden Städte und Dörfer alle auf den Winter vorbereitet und es gibt hier nicht besonders viel Sehenswertes. Doch, etwas ist ganz besonders: unser Wohnmobil auf dem Parkplatz bei der Garage, das immer noch nicht untersucht wurde. Hier läuft alles nach Schema F, je nach Lust und Laune, und wenn nötig, rauche ich erst mal eine Zigarette. Dies ist nun das zweite Erlebnis dieser Art, und wir stellen uns darauf ein, noch den Juli in dieser Region verbringen zu müssen.

Wir sind gespannt, welche Kultur und Schönheit uns die umliegenden kleinen Dörfer noch zeigen werden. An anderen Orten ist es zur Zeit sehr schwer ein bezahlbares Zimmer zu kriegen und mit Hunden wird es ganz schwierig. es fällt hier auf, wie viele Menschen Angst vor den Hunden haben. Das Argument in Hotels und Restaurants ist überall dasselbe, es gäbe Menschen mit Hunde-Allergie :(

Hier ein paar Bilder von Alta. Flächenmässig ist es eine sehr grosse Stadt und daher hat es quasi 4 Zentrums, die relativ neu aus dem Boden gestampft wurden. Ich denke, dadurch ist es nicht unbedingt einfach, die Stadt auf Vordermann zu halten.

  • Nordlichtkathedrale Alta in Finnmark


Da die Hotelpreise in Finnmark zu dieser Zeit ständig steigen, entschieden wir uns, die langen Wartezeiten auf unser Wohnmobil in Alta zu verbringen.

In unserer Umgebung stehen daher Tagesausflüge auf dem Programm.

Zum Beispiel von Alta nach Kautokeino, dem Land der Samen.

Eine sehr vielseitige Strecke, die zunächst bergauf durch ein felsiges Tal führte. Auf der Hochebene zeigte sich das "kleine" Bächlein bald als grosser Fluss und teilweise als See. Wir fuhren durch Wälder mit niedrig wachsenden Bäumen und immer wieder durch weite Flächen, die einen wunderschönen Ausblick boten. Unterwegs ahnten wir schon, was die vielen Gewässer bedeuteten, und am Zielort angekommen merkten wir schnell, dass der Moskito-Spray im Hotel geblieben war. Wir besichtigten zuerst die Kirche und dann die alte Sprungschanze, doch mussten wir schliesslich aufgeben. Wir waren den "Biester" ausgeliefert und mussten daher unsere Erkundung im Samendorf abbrechen. Trotzdem wird uns die Fahrt unvergesslich bleiben.

  • Bilder von der Fahrt Alta nach Kautokeino in Finnmark Norwegen



Der nächste Ausflug bei stürmischem Wetter führt von Alta nach Storekorsnes. Dieses malerische Dorf am Altafjord ist bekannt für seine vielfältigen Erlebnisse. Bei der Fahrt hatte ich oft das Gefühl in der Schweiz zu sein. Die Strasse am Meer entlang und auf der anderen Seite die steilen Felswände und die verschiedenen Landansichten um die Fjorde. Autos sind uns nur selten entgegen gekommen und wir konnten somit in Ruhe alles geniessen.

Hinzu kommt, dass Storekorsnes im Zweiten Weltkrieg ein strategisch wichtiger Verteidigungspunkt war. Ab 1941 errichtete die deutsche Wehrmacht schwere Küstenbatterien, um die dort stationierten deutschen Kriegsschiffe, wie die "Tirpitz", vor alliierten Luftangriffen zu schützen und amerikanische Konvois abzufangen.

  • Bilder von der Fahrt Alta nach Storekorsnes in Finnmark Norwegen


Leider steht unser Wohnmobil immer noch ungenutzt auf dem Werkstattgelände. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als euch keine neuen Bilder oder nur solche aus der nahen Umgebung zu präsentieren. Für diejenigen, die interessiert sind, hier ein Ausflug von Alta nach Isnestoften.

  • Kåfjordbrua-Alta-Norwegen

Ein weiterer Ausflug führte uns von Alta nach Øksfjord.

Bevor wir jedoch unser Ziel erreichten, erlebten wir eine grosse Überraschung. Plötzlich standen wir vor einem schmalen Tunnel, der 4,2 km lang und nur einspurig ist. Der Øksfjord-Tunnel wurde 1988 eröffnet. Im Øksfjord-Tunnel kam es zu Felsstürzen, und aus verschiedenen Gründen galt er als einer der gefährlichsten Tunnel Norwegens.

Øksfjord ist ein Anlaufhafen der Hurtigruten und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt für die lokalen Schifffahrtsrouten.

  • Der Øksfjord-Tunnel in Loppa Finnmark


Hallo zusammen,

der 28. Juli ist nun vorbei, und die Werkstatt hat den Fiat für die Diagnose an den Laptop für die Diagnose angeschlossen. Super, Freude herrscht, und nach zwei Wochen Wartezeit für diese 15 Minuten kam Folgendes heraus... eine Katastrophe!!!!!

Der Partikelfilter ist defekt und muss ausgetauscht werden, und es kommt noch besser: Wir müssen weitere zwei Wochen warten, da er in Italien bestellt werden muss. Wow, unsere Freude ist riesig, jetzt wissen wir nach 14 Tagen, was los ist, und nun wissen wir, dass wir wegen mangelndem Interesse an uns nochmals so lange warten müssen. An die Folgekosten ist gar nicht zu denken, und vor allem, es verdirbt uns an diesem Punkt die ganze Tour. Wir wollen mit uns selbst hart bleiben und unser Ziel erreichen mit dem Spruch: Wir wollen mit dem Wohnmobil zum Nordkap. Nochmals 2 Wochen mit PKW und Hotel planen steht an. Erst einmal holten wir uns frische Meeresluft und unternahmen einen Ausflug zum Neverfjord.

  • Bilder Dokumentation vom Neverfjord in Norwegen


Wir haben uns entschieden, an unserem Slogan festzuhalten, und daher fahren wir jetzt mit dem BYD nach Tromsø. Die Fahrt entlang der Berge war wunderschön, und wir sahen viele schwindende Gletscher, freilaufende Schafe auf den Strassen und natürlich die Rentiere. Man bemerkt jedoch deutlich, je weiter man nach Süden in Norwegen fährt, dass es weniger Rentiere gibt, da vieles dicht bebaut ist. Um nicht mit dem Wohnmobil denselben Weg zurückfahren zu müssen, wählten wir eine Route, die auch zwei Fährüberfahrten beinhaltete. In Tromsø gut angekommen, ging es dann weiter mit dem Zimmerbezug.

  • Sakndinavien Bilder von Alta nach Tromsø in Norwegen


Zu Fuss vom Hotel zur Eismeerkathedrale

Nach dem Frühstück machten wir uns bald auf den Weg und schlenderten gemütlich durch den Hafen von Tromsø. Das Wetter war wie immer unbeständig und konnte sich innerhalb von Minuten schnell ändern. Im Hafen sieht man interessante alte Holzschiffe, die zum Fischen oder für längere Ausflüge genutzt werden. Der Weg führte uns an einem alten Dock vorbei, das heute als Ausstellung dient. Ja, früher waren das harte Kerle, die unter diesen Bedingungen im Freien Schiffe bauten. Weiter ging es dann zur bekannten Tromsøbrua-Brücke, die derzeit für den Verkehr gesperrt ist. Da Tromsø auf einer Insel erbaut wurde, gibt es diese Betonbrücke in zweifacher Ausführung. Von der Brücke, die 1960 eröffnet wurde, kann man aus 38 Metern Höhe eine tolle Aussicht geniessen. Nach der Hälfte, um die 500 Meter erkennt man schon von weitem die berühmte Eismeerkathedrale. Mit grossen Erwartungen ging ich nach bezahlen von einem Tickt in die Kirche hinein gegangen. Mich fasziniert immer wieder die Kirchen Architektur.

  • Der Hafen von Tromsø und die Eismeerkathedrale in Norwegen


Der Ausflug zum Skulsfjord Viewpoint verlief anders als erwartet. Ursprünglich wollten wir den Gipfel erklimmen. Der steinige Pfad führte auf eine Höhe von 285 Metern. Für Schweizer Verhältnisse klingt das nicht besonders hoch, aber es fühlt sich an, als wäre man fast auf 2800 Metern. Der Wetterbericht war nicht sehr vielversprechend, doch der Blick auf das offene Meer war beeindruckend.

Begegnungen auf dem Weg

Unterwegs begegneten wir immer wieder kräftig aussehenden Rentieren. Lisa nahm diese Tiere ganz gelassen wahr und zeigte keinerlei Reaktion. Doch es kam, wie ich es vermutet hatte, und das Wetter wurde plötzlich sehr bedrohlich. Von hinten war eine schwarze, nasse Wetterfront zu erkennen.

Die Entscheidung umzukehren

Da wir alle drei nicht mehr zwanzig sind, die Wetterbedingungen hier nicht kennen und kein Risiko eingehen wollten, beschlossen wir kurzerhand, umzukehren. Am Ende des Tages ist man immer klüger, und wir erkannten, dass das Unwetter durch die vielen wechselnden Winde vorbeigezogen war. Nun, es ist, wie es ist, und es war trotzdem schön und ein positives Erlebnis.

  • Zu sehen die Sandnessundbrua Brücke in Norwegen bei Tromsø


Entdeckungsreise durch Tromsø

Tromsø, eine faszinierende Stadt, vereint auf wunderbare Weise alte und moderne Architektur, die eng beieinander steht und ein malerisches Stadtbild schafft. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie idyllisch dieses einst beschauliche Städtchen gewesen sein muss. Heute zählt Tromsø, ohne die eingemeindeten Orte, rund 40.000 Einwohner. Mit den angrenzenden Gebieten steigt die Zahl auf beeindruckende 80.000. Doch beim Bummeln durch die Strassen der Stadt spürt man kaum die Hektik einer Grossstadt; alles wirkt ruhig, geordnet und stressfrei.


Ein Ort der Sauberkeit und Gemütlichkeit

Besonders hervorzuheben ist die bemerkenswerte Sauberkeit der Stadt, auch wenn die nächtlichen Möwen gelegentlich die Mülleimer auf ihre eigene Art und Weise entleeren. Tromsø pulsiert vor Leben, nicht zuletzt dank der Vielzahl an Restaurants und Hotels, die jeden Abend gut besucht sind.


Ein Muss für jeden Reisenden

Diese Stadt ist ein wahres Juwel des Nordens und ein Ort, den man unbedingt gesehen haben muss. Tromsø bietet eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Geselligkeit, die jeden Besucher in ihren Bann zieht.

  • Bilder von der Stadt Tromsø in Norwegen


Die Reise von Tromsø nach Samuelsberg

Am 6. August ging es fröhlich weiter von Tromsø nach Samuelsberg. Dort hatten wir einen dreitägigen Zwischenstopp eingeplant, während unser Wohnmobil immer noch in der Werkstatt verweilte. Statt der momentan gewohnten Hotelromantik entschieden wir uns, ein norwegisches Holzhäuschen zu mieten, und das am Meer! Wer kann da schon widerstehen?

Ein Tag ohne Regen - Ein Wunder!

Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Sonne erlebten wir endlich einen regenfreien Tag! Die zauberhafte Landschaft war wie ein riesiges Postkartenmotiv, das nur darauf wartete, bewundert zu werden. Wir verliessen bald die E6 und "cruisten" über charmante Nebenstrassen. Es war so friedlich, bis plötzlich ein Bauer mit seinem Traktor auf mich zukam. Er hatte etwas gegen Drohnen über seinem Grundstück – verständlich, schliesslich will man ja nicht, dass die Nachbarn beim Gemüseanbau gestört werden! Natürlich respektierte ich seine Wünsche und entschuldigte mich höflich. So kamen wir ins Plaudern, mit Händen und Füssen – und dank Sigis ausgezeichnetem Englisch! Es war wie ein internationales Gesten- und Mimikfestival.

Fjord-Fahrt und Bergblick

Insgesamt war es eine traumhafte Fahrt entlang der Fjorde, begleitet von der beeindruckenden Berglandschaft, die uns immer wieder den Atem raubte – aber nicht so sehr, dass wir nicht weiterfahren konnten! Und jetzt, ohne weitere Umschweife, hier sind ein paar ausgewählte Bilder von unserer Fahrt und natürlich unser schnuckeliges Häuschen mit Blick auf das glitzernde Meer. Viel Spass beim Anschauen!

  • Bilder Dokumentation mit der Fahrt von Tromsø nach Samuelsberg




Ein herzliches Dankeschön an den Chef von Manndalen Sjøbuer, der uns mit hervorragender Küche und Gastfreundschaft verwöhnt hat.

  • In Bild zu sehen das wunderbare Essen im Manndalen Sjøbuer
  • Das "Kafe " Manndalen Sjøbuer in Samuelsberg
  • In Bild zu sehen das wunderbare Essen im Manndalen Sjøbuer





Ein unvergesslicher Tag im Seitental von Samuelsberg zum Galggojohka-Wasserfall

Am nächsten Tag erkundeten wir voller Vorfreude ein Seitental. Die frische Luft war durchzogen von einer gewissen Aufregung, auch wenn das Wetter uns nicht gerade hold war. Es war sehr windig, und der Regen kam in unregelmässigen Schüben, aber das konnte unsere Begeisterung nicht trüben.

Die beeindruckende Landschaft

Links und rechts stiegen die Hänge manchmal steil an, und dann kam eine Kurve, die uns plötzlich in eine weite Ebene führte. Hier breiteten sich glitzernde Seen und zahlreiche Bäche aus, die das Landschaftsbild mit ihrem sanften Plätschern lebendig machten. Man muss es selbst erlebt haben, denn diese Ausblicke sind unbeschreiblich – die Weite, die Grössen und das Einzigartige.

Die Stille der Natur

Die Krönung dieses Abenteuers war die Stille, die uns umhüllte. Einfach fantastisch! Inmitten dieser Ruhe hörten wir plötzlich das Rauschen von Wasser, und unser Fussmarsch führte uns zu mehreren Wasserfällen. Wunderschöne Wildbäche flossen durch das farbenfrohe Gestein und schufen eine Kulisse, die zum Staunen einlud.

Familie über Technik

Beim Fotografieren wurde mir bewusst, dass ich keine Filter und kein Stativ mit mir herumtrage. Doch für mich ist die Familie bei diesem Abenteuer wichtiger. Die gemeinsamen Erlebnisse, das Lachen und die Freude, diese atemberaubende Natur zusammen zu entdecken, sind die wahren Erinnerungen, die bleiben.

  • Die Sigi zeigt uns wo es weiter geht




Ein Ausflug nach Kongsvoldtunet

Bevor wir nach Alta zurückkehrten, unternahmen wir am Tag zuvor einen Ausflug nach Kongsvoldtunet. Es war erneut eine beeindruckende Fahrt durch verschiedene Ebenen und Täler. Immer wieder begegneten uns freilaufende Schafe oder Kühe, was in der Schweiz kaum vorstellbar wäre, da es dort großes Aufsehen erregen würde. Jedes Mal ist es eine wundervolle Begegnung mit den Tieren auf der Strasse, die genau wissen, wie sie sich verhalten müssen, wenn ein Auto naht. Daher verringert kaum jemand merklich die Geschwindigkeit. Zusätzlich sorgten die vielen Schlaglöcher auf der Strasse für Abwechslung. Mit dem Wohnmobil wäre dies in der Zeit nicht möglich gewesen.

Begegnung mit Einheimischen

Unterwegs, als ich einmal die Drohne starten konnte, kam bald ein Bauernsohn und fragte, was ich fotografiere. Der etwa 12-jährige Junge war völlig begeistert von der Drohne und meinen Aufnahmen. Freudig erzählte er mir, dass er schon von der Schweiz gehört habe, sich aber nicht mehr genau erinnere was es gewesen ist. Kurz darauf kam sein Opa hinzu und berichtete uns von seiner grossen Familie, bei der jeder in der Umgebung sein Haus hat. So könne man sich gegenseitig unterstützen. Bald waren wir seine Gäste und die Erzählungen gingen weiter. Zb. es leben hier etwa hundert Rentiere in den Bergen, die dann vor dem Winter getackert werden und nach Schweden gebracht werden. Hier sind im Sommer vorwiegend Rentiere aus Schweden ansässig.

Kongsvoldtunet: Ein Ort der Gemeinschaft

Nach einer Weile setzten wir unsere Reise zum Zielort Kongsvoldtunet fort. Es ist eine wunderschöne Häuseranlage, ähnlich dem Stil auf dem Beatenberg. Allerdings wird alles privat finanziert und man arbeitet Hand in Hand zusammen. Fenster reparieren, Dächer mähen, Waffeln im Ofen für Gäste backen usw. Man hilft sich und hat Freude miteinander. Bald waren wir Teil der Tischgesellschaft und verbrachten zwei wunderbare, interessante Stunden. Herzlichen Dank für eure Gastfreundschaft und den guten Kaffee mit hausgemachten Waffeln. Leute, das müsst ihr unbedingt besuchen, man muss es gesehen haben. In den Häuschen war das Fotografieren natürlich nicht erlaubt, aber wow, was für eine alte Geschichte Norwegens dort zu sehen ist. Toll!!!!!!

  • Norwegen Bilder Dokumentation von Samuelsberg nach Kongsvoldtunet




Fortsetzung folgt ... der Alptraum geht weiter!

Wieder einmal zeigt sich: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wie gedacht, so auch geschehen, und bald brauchte ich harte Drogen. Ja mai, wir kommen in die Werkstatt und das Auto wurde noch immer nicht bewegt. Ich fragte, was los sei, und ob es bis morgen mit der Vereinbarung alles reicht. Der erste Arbeiter hatte keine Ahnung und schaute nach. Er kam zurück und berichtete, dass noch nicht alle Teile angeliefert wurden.

Die Suche nach Antworten

Ich fragte, wo der Rest sei und wann das Zeug kommt. Er hatte keine Ahnung und rief den Werkstattleiter. Nach über einer Stunde kam er und schaute, was mit dem Teil los ist. Nach sage und schreibe 6 Stunden Herumsitzen kam er wieder und sagte, Fiat könne frühestens Mitte September liefern. Wow, und das erfährt man jetzt nach 4 Wochen. Wir sind begeistert und hier in Norwegen wundert uns gar nichts mehr. Ich hätte nie gedacht, dass Norwegen so arbeitet und sich organisiert. Um 4 Uhr hatten sie dann Feierabend und sagten, wir reden dann morgen weiter, wie es weitergehen könne.

Ein Hoffnungsschimmer?

Inzwischen hat der Garagist ein ähnliches Teil in Norwegen suchen lassen, und ich habe mich in der Schweiz erkundigt. Auch diese melden sich dann am Dienstag, 11.08.2026 ob eine Lieferung hierher möglich ist, falls der Partikelfilter auf Lager ist.


Erfreuliche Nachrichten am Dienstag, dem 11. August

Früh um 8 Uhr kam die erfreuliche Nachricht: Ein Filter aus der Schweiz ist sofort lieferbar. Das Frühstück ist somit gerettet, und es kann hoffnungsvoll weitergehen. Mit angespannten Nerven ging es später zur Werkstatt. Siehe da, heute ist alles anders als in den vergangenen Wochen. Mit großem Einsatz arbeiten sie an unserem Auto, und siehe da, nach drei Stunden die gute Nachricht: Es kann weitergehen. Ein lautes "Ja!" und mit großer Freude nahmen wir diese Nachricht entgegen.

Änderung des Fahrstils

Uns wurde dann auch erklärt, dass ich meinen Fahrstil ändern muss. Ich fuhr gemütlich auf den langen Strassen in Schweden und Finnland durch die Landschaft. Der Motor brauchte kaum Leistung und war, da es ein Automatikgetriebe ist, immer im niedrigen Drehzahlbereich. Das ist natürlich das Schlechteste für einen Diesel. Deshalb nun alle 200 Kilometer eine halbe Stunde im manuellen Modus mit hohen Drehzahlen fahren, damit sich der Filter wieder reinigt.

Vorbereitungen für die Weiterreise ohne Elektro BYD

Jetzt alles wieder einrichten, Einkäufe erledigen und das Gas kontrollieren, und dann geht es morgen, am 12. August, endlich nach unserem Motto zum Nordkap mit dem Wohnmobil.



Fortsetzung folgt................................




Hier geht es zum Teil 1 oder Teil 2



Anmeldung für Newsletter Skandinavien Reise: martin.schnetzler@gmail.com

Bitte bei betreffend Skandinavien eintragen.


Fotografiert mit Handy, Sony A1 oder DJI Drohne © Martin Schnetzler

3 Kommentare


Gast
31. Juli

Oh nein was für ein Pech 😔 verliert nicht den Mut es muss weiter gehen💪bleibt Stark

Wir wünschen Euch trotzdem eine tolle Weiterfahrt🙏🏻🙏🏻🙏🏻🍀🍀🍀🍀

Gefällt mir

Gast
17. Juli

Hallo ihr Drei Abenteurer 🤗 So viel Nerven hätte ich vermutlich nicht, aber was bleibt Euch sonst. da geht Ihr wohlgemut durch. Hut ab, Bravo👍 Liebe Grüsse aus dem Albulatal 🙋‍♂️

Gefällt mir

Nacohoni
14. Juli

Oje, viel Glück morgen🤞🏼Wir sind gerade in der Nähe von Alta. Falls wir etwas helfen können... Trotz allem weiterhin gute Zeit🦌🫎🇳🇴

Gefällt mir
bottom of page