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Vier Monate Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil / Abenteuer von Sigi, Lisa und Martin

  • Autorenbild: Martin Schnetzler
    Martin Schnetzler
  • 25. Juni
  • 11 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Teil 2 durch Finnland



Vier Monate mit dem Wohnmobil durch Skandinavien – das klingt nach Freiheit, Natur und unvergesslichen Momenten und genau das wollen wir erleben. Die Chefin Sigi, unsere Hündin Lisa und ich sind gemeinsam aufgebrochen, um Skandinavien zu entdecken. In diesem Blogpost nehme ich euch mit auf unsere Reise, zeige Highlights, Herausforderungen und praktische Tipps für alle, die selbst eine Skandinavien Reise erleben möchten.


Hier geht es zum Teil 1 oder Teil 3


Die Vorbereitung auf die vier-monatige Skandinavien-Reise mit dem Wohnmobil.

Eine Reise von vier Monaten durch Skandinavien will gut geplant sein. Wir haben uns intensiv mit der Route, der Ausrüstung und den Besonderheiten der Länder beschäftigt. Skandinavien umfasst Norwegen, Schweden, Finnland und für uns auch Dänemark – jedes Land hat seine eigenen Regeln für Camper und Hunde.


Wohnmobil auf Wiese am Waldrand, davor unsere Wächterin die Lisa.
Unser Wohnmobil mit 6.99 Meter Länge; 2,32 Meter Breite und Max. 3,5T Fiat Carado

Wichtig ist für das Trio:

  • Routenplanung mit Flexibilität: Statt jeden Tag genau zu planen, lassen wir Raum für spontane Stopps.

  • Ausrüstung: Ein gut ausgestattetes Wohnmobil mit Heizung, Solarpanelen und genügend Stauraum für Kleidung, Lebensmittel und Campingzubehör.

  • Campingplätze und Wildcampen: In Skandinavien ist Wildcampen oft erlaubt, aber mit Respekt vor der Natur und den Regeln der jeweiligen Region.

  • Wetterfeste Kleidung: Auch im Sommer kann es kühl und regnerisch werden.




Jetzt bereiten wir uns auf den 26. Juni 2026 vor, da dieser Tag früh starten wird. Was früh bedeutet, wissen wir nicht genau, denn die Sonne scheint fast 24 Stunden lang. Wir müssen pünktlich zum Einchecken bei der Fähre Wasaline bereitstehen. Dort verbringen wir dann 7 Stunden auf dem 7. Deck an Bord von Holmsund (Schweden)nach Vaasa (Finnland).


Wasaline ist die schnellste Fähre zwischen Schweden und Finnland.

Die Strecke von Umeå in Schweden nach Vaasa in Finnland verläuft durch ein UNESCO-Weltnaturerbe. Diese Verbindung ist die nördlichste, die das ganze Jahr über betrieben wird. Hier können Sie alle vier Jahreszeiten des Nordens erleben – von der eisigen Kälte des Winters bis zur Mitternachtssonne im Sommer.

An die Hundebesitzer. Bitte lasst die Hunde nicht auf der langen Fahrt im Auto alleine zurück. Auf dem Schiff gibt es fast keine Einschränkungen. Auf deck 8 kann man sogar mit dem Hund essen gehen. Unsere Lisa hatte riesen Freude auf der Fähre. Wuff!

Die Fahrt



Weiter ging es dann mit der Autofahrt von Vaasa nach Hiidenniemi. wir wählen wie immer bewusst die Routen ohne Autobahn und diese sind einfach immer wieder absolut der "Hammer" Man sieht so viel Abwechslung und hat km lange Strassen für sich alleine. Auch am Zielort ist uns bald bewusst worden, hier sind wir so gut wie am Ende der Welt und am einfachsten ist es, wenn man ein Motorboot hat. Die Finnischen Jungs kommen damit gesammelt auf Booten hier an und geniessen die guten Burger im Restaurant. Wir denken, das wir mehr als weit und breit das einzige Lokal sein. Heute selbst einen Burger gegessen und wow, richtig gut.


Die Fahrt und Bilder von Hiidenniemi



Der Campingplatz Marjoniemi Camping in Hiidenniemi, Finnland

Wunderschön direkt am See gelegen. Dank Solar hatten wir einen grossen Platz direkt am Wasser und konnten die Natur in vollen Zügen geniessen. Der Campingplatz bietet viele Möglichkeiten, insbesondere zum Angeln und Schwimmen... brrrrrrr. Das eigene Restaurant ist hervorragend geführt und sehr empfehlenswert. Der Platz befindet sich an einem Ort, wo man die Abgeschiedenheit von der Zivilisation geniessen kann. Auch hier, abseits gelegen, sind Internet und WLAN problemlos verfügbar. Die sanitären Anlagen sind sauber und alles Nötige ist vorhanden. Wir können den Campingplatz wärmstens empfehlen und danken für die Gastfreundschaft. Moskitos hatten wir nun ende Juni hier keine vor gefunden. Es war schön bei euch, abgesehen davon, dass der Knoblauch im Burger scharf war :) und dass teile der modernen Häusle "Camper" keinen Respekt vor Nachtruhe hatten.



Von Hiidenniemi geht es weiter nach Vaala, mit einer Distanz von nur 170 Kilometern.

Wie fast immer bevorzugen wir Landschaftsorte statt Städte. Die riesigen Wälder und kilometerlangen geraden Strassen sind absolut beeindruckend und dennoch nicht langweilig. Unterwegs bieten sich immer wieder wunderschöne Naturplätze, und man kann die Schönheit bei langsamer Fahrt einfach geniessen. Das ist auf unseren Strecken problemlos möglich, da Autos selten sind. So entdeckten wir auch eine der wenigen Steinkirchen in Kainuu, weit abgelegen. Früher war es ein eigenständiges Kirchendorf, das 2006 aufgelöst wurde. Holzbau ist in Finnland absolut der Favorit.



Wir befinden uns nun ziemlich weit im Norden, und man sieht, dass hier vor allem der Wintersport das Leben prägt. Zahlreiche Schneisen für Langlauf und Schlittenhunde etc. wurden hier freigelegt. Die Waldwege sind alle mit Strassenlampen beleuchtet, da die Tage mit Sonnenschein im Winter hier sehr kurz sind. In Vaala, am Westufer des Oulusees selbst waren wir nicht, da wir im großen Birken- Tannen-Wald genug Freude hatten. Eigentlich denkt man, man sei einsam und verlassen, doch je mehr man im Wald wandert, desto mehr entdeckt man einzelne oder Gruppen von Häusern. Für uns Schweizer sind solche Anblicke im Wald sehr ungewöhnlich, und man hätte hierzulande bestimmt schnell die Grünen am Hals. Wir wissen nun von Heimischen auch, warum es keine Mülleimer in und um die Wälder für die Hundebeutele gibt. Man lässt es hier im Wald einfach liegen, solange es nicht direkt auf dem Weg liegt.




Der Campingplatz Happy Beach liegt in der Nähe des Oulusees und bietet alles, was man benötigt. Auch dieser Campingplatz ist in Finnland sehr günstig, und wir waren mit allem absolut zufrieden. Wir wurden herzlich empfangen und uns wurde auch Finnisch beigebracht. Für Hunde ist es hier ein Paradies, wo sie die Freiheit im Wald richtig ausleben können. Auch hier, Internet ist wie immer kein Problem.

Vielen Dank für die grossartige Gastfreundschaft, es war schön bei euch.



Morgen, am 30. Juni, nach 4 Wochen Reise, machen wir uns erneut auf die Suche nach Gas. Wir sind gespannt, wie gross dieses Abenteuer in Finnland wird. Einen Händler oder Ähnliches anzurufen ist zwecklos; sobald man fragt, ob sie Englisch sprechen, legen sie auf. Beim zweiten Versuch nehmen sie den Hörer gar nicht mehr ab. Also, morgen geht es los und wir nehmen es, wie es kommt, mit allen Umwegen.

PS: In Schweden war es sehr einfach, eine deutsche Flasche nachzufüllen.


Nach einem wohltuendem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Oulu, da die Firma Linde uns über einen Zwischenhändler Hoffnung gemacht hatte. Dort angekommen, begannen die Diskussionen, und wir mussten schnell feststellen, dass es in Finnland keine offiziell erlaubten Gasnachfüllanlagen gibt. Da wir nur noch eine volle Flasche hatten und noch unbestimmte Zeit in Finnland bleiben würden, entschieden wir uns, eine finnische Gasflasche zu kaufen, wohl wissend, dass wir bei der Rückgabe der Flasche mehr als die Hälfte des Pfands verlieren würden. Jeder wollte daran verdienen, und wir akzeptierten diesen Verlust nach dem guten Frühstück. Somit waren wir gut versorgt und hatten genug Gas zum Heizen und Kochen, und erleichtert setzten wir unsere Fahrt fort. Unser Ziel war Ranua, 260 Kilometer entfernt, mit langen geraden Strassen durch riesige Birken- und Tannenwälder. Da wir keine Autobahnen nutzen, erlebten wir viele holprige Strassen und fuhren teilweise kilometerweit mit nur 40 km/h weiter. Wie immer wurden wir jedoch mit grossartigen Ausblicken belohnt.


Nach einer langen, holprigen Fahrt legten wir einen Zwischenstopp ein, da auch Lisa hungrig war. Wir beschlossen, wie immer in den Wald zu fahren. Nach wenigen Metern wurden wir erneut überrascht, als ein wunderschöner Bauernhof auftauchte, wo wir eine Weile verweilen durften. Vielen Dank an die Familie, die uns sprachlich nicht verstand und wir sie noch weniger.


Nach einiger Zeit setzte wir die Fahrt durch die endlos langen Geraden in den finnischen Wäldern fort. Obwohl wir diese Landschaft schon oft gesehen hatten, war sie doch jedes Mal anders und für uns faszinierend. Ab diesem Punkt begegneten wir fast alle 10 Minuten Rentieren, die entweder gemütlich auf den Strassen liefen oder plötzlich aus dem Wald auftauchten. Was noch sehr auffällig ist, desto mehr wir in den Norden kommen, desto wärmer wird es. Auch hier läuft zur Zeit mit der Natur alles verkehrt.



Weiter geht es dann in Ranua, wo wir auf dem Resort Camping Wildlife Park unser Mobil "aufschlugen". Der Campingplatz bietet asphaltierte Stellplätze mit einer saftigen Grasfläche dazu. Die sanitären Anlagen sind für uns Schweizer, und ich denke auch für Deutsche, gewöhnungsbedürftig, da es weder bei den Frauen noch bei den Herren einen privaten Bereich gibt. Alles ist offen und einsehbar, weshalb Duschen für mich hier keine Entspannung bietet. Die militärische Zeit habe ich hinter mir und brauche das nicht mehr. Auch abends ist man hier auf sich allein gestellt, denn ab den frühen Abendstunden ist keine Aufsicht mehr da und die eigenen Lokale schliessen schon früh. Also unbedingt vorher den Kühlschrank auffüllen. Begründet all meiner negativen Eindrücke bezüglich WC/Dusche und Restaurant ist der Platz zu teuer. Auch für Hundehalter gilt: unbedingt Spray gegen Moskitos dabeihaben. In den frühen Morgen- und Abendstunden geht es hier am Waldrand sehr schnell los.



Der Hauptgrund für unseren Besuch hier war der Ranua Wildlife Safaris Park. Wir haben extra zwei volle Tage eingeplant, damit jeder von uns ausreichend Zeit für das Parkabenteuer hat. Wegen Lisa konnten wir dies nicht gemeinsam erleben, da wir sie nie alleine lassen. Ein Vorteil des Campens auf dem parkeigenen Campingplatz ist, dass das Ticket für alle Tage gültig ist, sodass wir nur ein Ticket kaufen mussten. Der Eintritt kostet zwar € 26,00, aber das ist es uns für das Wohl der Tiere wert. Voller Spannung machten wir uns also auf den Weg in den Park. Doch die Ernüchterung liess nicht lange auf sich warten, denn ich war von A bis Z enttäuscht. Zum einen wegen der Tierhaltung, wie bei den Eisbären oder Wölfen, oder weil die Gehege für andere Tiere einfach zu klein für Beschäftigung waren. Das Abenteuer war also schnell vorbei, und entsprechend traurig fiel auch das Bildmaterial aus.



Wir sind jetzt am Anfang unserer Reise durch Lappland. Wir sind bereits häufig Rentieren und Hirschen begegnet, was immer wieder wundervolle Erlebnisse sind. Hier präsentiere ich euch einige Bilder aus Lappland, das mich auch ein wenig an meine Heimat erinnert. Mit Spray gegen Moskitos geht die Wanderung los.


Wieder einmal, auch hier, können wir nichts mit Bargeld kaufen. Alles wird über Kartenzahlung abgewickelt, und das finden wir mittlerweile sehr angenehm.

Morgen geht unsere Reise von Ranua nach Juuma, eine kurze Strecke von 160 km. Unterwegs werden wir jedoch an einem See oder Fluss frühstücken.


Von Ranua nach Juuma

fuhren wir erneut auf den Nebenstraßen, und wegen der Schlaglöcher konnten wir teilweise nur mit 40 km/h fahren. Dafür wurden wir mit weiteren wunderschönen Landschaften und zahlreichen Seen belohnt. Auch die vielen Rentiere konnten wir in aller Ruhe beobachten, da wir ganz allein in der weiten Wildnis waren. Für uns Schweizer sind das einzigartige Momente voller endloser Gefühle für diese freie Natur, diese Wildnis, diese Weite – einfach nur wow. Wir legten auch wieder einen Zwischenstopp ein und genossen ein abwechslungsreiches Frühstück. Kein Auto, nichts störte uns bei der Mahlzeit. Weiter ging es auf und ab, und langsam erreichten wir das berühmte Wintergebiet Finnlands unter anderem auch der Ort Juuma auf 224 Meter Höhe.



In Juuma waren wir Gäste auf dem Ala-Juuma Campingplatz. Es handelt sich um einen kleinen Campingplatz direkt am See, der zwar einfach ausgestattet, aber sauber ist. Wir wurden sehr herzlich empfangen und konnten uns einen Platz aussuchen. Es hat uns dort sehr gut gefallen, und wir bedanken uns für die großartige Gastfreundschaft. Hunde sind hier kein Problem und können im See schwimmen. Auch hier ist Kartenzahlung möglich, sodass wir weiterhin kein Bargeld benötigten. Was sich hier noch befindet ist das grosse Nest der Moskitos. Es war für uns eine neue Erfahrung, die uns lernte, auch in dieser Situation zu leben und weiterhin Freude an der Natur zu haben. Aber ohne Spray geht hier wirklich gar nichts.



Juuma ist ein kleines Dorf in Kuusamo, rund 47 km vom Stadtzentrum und 20 km von Ruka entfernt. Es wird als das Tor zum Oulangan kansallispuisto betrachtet und ist der ideale Ausgangspunkt, um den beliebten Wanderweg Pieni Karhunkierros und die vielen Stromschnellen zu erkunden.



Morgen, am 4. Juli 2026, brechen wir früh auf. Es geht 200 km weiter zum SantaPark – die Heimathöhle des Weihnachtsmanns. Wie immer, die Strecke führte gerade aus durch die finnischen Wälder, vorbei an dutzende Seen, auf und ab und wir hatten Unterhaltung von den vielen Renntieren. Schon während der Fahrt bemerkten wir wieder das grossartige Blau in den Gewässern. Das Licht ist hier einfach genial für die Fotografie. was ihr an Farben erkennt ist alles ohne Photoshop.



Bei unserer Ankunft im SantaPark /die Heimat von Santaclaus)

begann die Suche nach einem Parkplatz für Wohnmobile. Wir waren umgeben von Veränderungen und zahlreichen Baustellen. Der Santapark wächst stetig und hat sich zu einem reinen Einkaufsort mit viel "Ramsch" entwickelt. Man hat schnell alles gesehen, und wir glauben, dass der Schnee im Winter nicht alle negativen Aspekte ausgleichen wird. Noch mehr Hotels und Bungalows werden gebaut, um noch mehr Menschen anzuziehen. Zum Glück waren wir im Juli hier, und es war relativ ruhig, was den Menschenandrang betrifft. Bei 25° standen wir dann auf dem Polarkreis und hatten unser Tagesziel erreicht. Ursprünglich dachten wir, dies sei ein Ort, an dem man Zeit verbringen könnte, und wollten deshalb auf dem kostenlosen Parkplatz ohne Entsorgungsmöglichkeiten übernachten. Wir entschieden uns, nach Rovaniemi zu fahren und fanden dort einen schönen Platz für drei Nächte. So hatten wir genügend Zeit für richtige Körperpflege, Wäsche und Ähnliches.



Die Stadt  Rovaniemi

ist die Hauptstadt von Lappland, einer Region in Nordfinnland. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu komplett zerstört. Heute präsentiert sich Rovaniemi als moderne Stadt, die als "offizielle" Heimat des Weihnachtsmannes gilt und für ihre Nordlichter bekannt ist.



Ounaskoski Campingplatz Rovaniemi

befindet sich ideal in Rovaniemi, am östlichen Ufer des Kemijoki-Flusses. Campen Sie direkt am Wasser, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Er bietet schöne Stellplätze mit ausreichend Platz. Allerdings ist der Preis von € 53.00 viel zu hoch, und die sanitären Anlagen sind veraltet, aber dennoch sauber. Die Entsorgung von Chemietoiletten ist eine echte Zumutung, und man muss morgens bei den Duschen und Toiletten Schlange stehen. Für die Grösse des Platzes ist das einfach nicht mehr zeitgemäss. Man könnte sagen, es ist hier schon Abzocke, denn es gibt kaum Alternativen.



Morgen, am 7. Juli 2026, fahren wir 330 Kilometer weiter nach Inari. Damit kommen wir Norwegen ein großes Stück näher. In Inari müssen wir jedoch wegen Lisa einen längeren Halt einlegen, da sie vor dem Grenzübertritt zum Tierarzt muss.

Dort angekommen begann unser Schicksal und der Teufelskreis setzte sich in Bewegung. Wir wurden eines Besseren belehrt und sagen nun: Achtung alle Hundehalter/innen! Wenn man von Schweden nach Finnland oder Norwegen reist, muss man in Schweden den Tierarzt für die Entwurmung des Hundes aufsuchen. Geht man jedoch von Finnland nach Norwegen, ist das nicht mehr nötig, da auch Finnland, wie Norwegen, frei von den Würmern ist. So hatten wir 4 Tage falsch geplant, da wir auch erst eine Woche zuvor einen Termin bei der Ärztin vereinbaren konnten. Zur Freude über Lisa, dass sie keine Tablette benötigt, gingen wir zum gebuchten Campingplatz. Er war der einzige in der Nähe der Tierklinik und daher hatten wir keine andere Wahl. Dort angekommen, fuhren wir auf das Gelände und schauten uns um. Es wirkte wie ein Zuchthaus oder ähnliches, aber uns war sofort klar, dass wir in den sauren Apfel beissen und weiterfahren mussten, um einen anderen Platz zu suchen, da es schon spät geworden war. Die CHF 120.00 waren natürlich verloren.

Der nächste Ort, den wir in 4 Tagen wegen des Lachses in der Region bereits geplant und gebucht hatten, konnte glücklicherweise vorgezogen werden, und mit Freude fuhren wir weitere 170 Kilometer nach Utsjoki. Angekommen, wie überall den ganzen Tag verregnet, fanden wir einen sehr nassen Platz und waren zusätzlich von Tausenden Moskitos umgeben. Nach 10 Minuten blutete Lisa bereits am ganzen Bauch, obwohl sie eingesprüht war. Kurz entschlossen waren wir uns einig, schlafen zu gehen, am nächsten Morgen früh aufzubrechen und ins neue Abenteuer in Norwegen zu starten.

Leider gab es bei Regen nicht viele Bilder von der Reise von Rovaniemi nach Utsjoki.



Fazit Finnland:

Die Campingplätze bieten schöne, grosse Stellplätze, sind jedoch aufgrund der sanitären Anlagen eher teuer. Die Menschen in Finnland sind sehr zurückhaltend und suchen auf der Strasse keinen Kontakt, etwa durch ein "Guten Morgen" oder einfach ein "Hey". Das Land ist sehr sauber, und es funktioniert hervorragend, dass jeder seinen Abfall wieder mit nach Hause nimmt. Mit Hunden gibt es im Allgemeinen keine Probleme, ausser in einzelnen Restaurants, sofern man eines findet. Einkaufen und Tankstellen sind problemlos, und das Preisniveau ist etwa wie in der Schweiz. Gasflaschen auffüllen geht hier nirgends und daher ist man gezwungen, eine finnische Flasche zu kaufen. diese kann man dann in Norwegen 1:1 ohne Verlust gegen eine norwegische Gasflasche tauschen. Bargeld kann man in Finnland vergessen, es ist nicht erwünscht. Das Mobilfunknetz in Finnland ist ein echter Traum; egal, wie abgelegen man ist, man hat immer vollen 5G-Empfang. In diesem Sommer werden hier auch die analogen Telefone abgeschaltet und sind in Zukunft Geschichte. Finnland ist ein schönes Land, und es hat uns sehr gut gefallen. Wir fühlten uns, wie auch in Schweden, immer sicher. Danke Finnland


Teil 3 der Reise durch Norwegen.

Die Reiseroute führte von Utsjok in Finnland zunächst nach Bugøyfjord, um dort im Fjord zu frühstücken. Anschließend ging die Reise weiter zum heutigen Ziel nach Vardø.


Hier geht es zum Teil 1 oder Teil 3



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Fotografiert mit Handy, Sony A1 oder DJI Drohne © Martin Schnetzler

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