Engadin | St.Moritz | Graubünden | Malojapass

Aktualisiert: Mai 1


Das Engadin – eine Inspirationsquelle für Freigeister

Inmitten von Seen, Gletschern und verwinkelten Seitentälern liegt ein Juwel der Schweizer Natur: Das Engadin. Es war jahrzehntelang ein Anziehungspunkt und Inspirationsquelle für Künstler, Dichter, Freigeister und Einzelgänger. Allen voran für Friedrich Nietzsche.


Erster Tag in der Region Sils

Ganz früh am Morgen bot sich uns diese zauberhafte Landschaft mit einem leichten Traum aus Nebelschwaden überzogen. Wir machten beim Schloss Crap da Sass einen kurzen Halt und fühlten uns wie in einer Märchenwelt.

Schloss Crap da Sass

Das Schloss Crap da Sass (rätoromanisch im Idiom Puter Chastè Crap da Sass) steht in Surlej am Ufer des Silvaplanersees. Das aus der Burgenromantik stammende Gebäude ist mit einem reichen Jugendstil-Interieur ausgestattet.

Crap da Sass wurde in den Jahren 1904 bis 1906 von Nicolaus Hartmann jun. für den deutschen General Graf von der Lippe errichtet. Es ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele späthistoristischer Architektur in Graubünden.

Der Name setzt sich zusammen aus Crap (rätoromanisch: Stein) und da Sass (= von Sasso; italienisch: Stein). Crap da Sass diente dem Mövenpick-Gründer Ueli Prager als Zweitwohnsitz

Region Silsersee

Ein herrliches Erlebnis, mit meiner Frau und meiner Lisa dort zu wandern und für Lisa zudem noch ein Riesenspass. Der Lärchenwald war für sie ein einziges Abenteuer, denn es wimmelte von Eichhörnchen. Auch ein Sprung ins kühle Nass konnte sie in ihrem Entdeckerdrang nicht aufhalten.

Impressionen rund um den Silsersee

Nach der grossen Wanderung ging es dann weiter und wir fanden im Hotel Schweizerhaus ein gemütliches Plätzchen. Neugierig und hungrig durchstöberten wir die Karte und wurden fündig. Das Warten hat sich gelohnt.

Hotel Schweizerhaus in Maloja


Irgendwann endet auch der schönste Tag. Für mich hiess es dann noch, die zweite Tour vorzubereiten. Diese führte uns zum fantastischen Stazersee und der Malojapassstrasse.

Vom Stazersee zum Morteratschgletscher bis zu der Malojapassstrasse


Wieder ging die Fahrt - dieses Mal mit Adrian an Bord - in Richtung St. Moritz. Dort liessen wir das Auto stehen und wanderten zu Fuss los. Wir durchbrachen die dicke Nebelwand und wenig später überraschte uns eine traumhafte Märchen-Landschaft.

Der Stazersee

Das Engadin ist bekannt für seine Seen. Allen voran die grossen vier: Silsersee, Silvaplanersee, Champfèrersee und St. Moritzersee. Wer aber in diesen baden möchte, ist an der falschen Adresse oder braucht einen Neoprenanzug. Denn diese tiefen Seen erwärmen sich selbst im Sommer auf kaum mehr als 17 Grad. Zum Glück gibt es Alternativen: kleine Hochmoor-Seen. Die sind relativ seicht und die dunkle Wasserfarbe trägt dazu bei, dass die Sonne sie gut aufheizt. So erreichen die Moorseen trotz der Höhe von 1.800 Metern in den heissen Monaten angenehme 20 Grad und mehr. Der bekannteste unter ihnen ist der Lej da Staz oder Stazersee.

Seht euch diese Bilder an. Bei diesen Aufnahmen habe ich nämlich neue Freunde gewonnen und bald darauf entspann sich eine heisse Diskussion zwischen uns. Zehn gegen einen. Soll bedeuten, 10 Systemkameras gegen eine Spiegelreflex. Klar, wussten wir bald: meine Nikon (D850) ist einfach die Beste. Trotzdem machte ich mir so meine Gedanken.... was soll ich sagen? Es war die Geburtsstunde meiner (jetzigen) Systemkamera.

Danach ging es zum wohlverdienten Kaffi und Gipfeli in ein kleines Dörfchen bei St. Moritz. Was ich dort als Laufenburger antraf, war eine Mischung aus purem Glück und Zufall. Eigentlich hatte ich schlechte Laune, da es um 9 Uhr schon keine Gipfeli mehr gab. Nun schaut euch aber das Bild an. Ich als echter Laufenburger fand einen Kaffirahmdeckeli von unserem schönen Rathaus. Da war aller Ärger vergessen.




Nach dem Kaffi machten wir dann einen Stopp vor der Morteratschgletscher Kulisse. Die Fahrt dorthin hatte seine Spuren an meinem Auto hinterlassen. Aber was soll's.

Der Morteratschgletscher ist ein Alpengletscher in der Berninagruppe im Kanton Graubünden in der Schweiz. Wie nahezu alle Alpengletscher ist auch der Morteratschgletscher im Rahmen der globalen Erwärmung von umfassendem Schwund betroffen; so verkürzte er sich zwischen 1900 und 2017 um etwa 2500 Meter.

Bernina Express

Die spektakulärste Alpenüberquerung: Der Bernina Express verbindet Sprachregionen und Kulturen und führt über die Bernina- und Albulastrecke von Chur bis nach Tirano. Die Panoramafahrt durch das UNESCO Welterbe ist ein Hochgenuss. Die Strecke ist bekannt als die höchste Alpentransversale in ganz Europa, führt auf 145 Kilometern durch 55 Tunnel, über 196 schwindelerregende Brücken und kunstvolle Viadukte, in Schlangenlinien und ohne Zahnrad.

Highlights

  • Chur - die älteste Stadt der Schweiz

  • Das Landwasserviadukt mit 65 Meter hohen Pfeilern

  • Die 180 Grad Biegung der Montebellokurve

  • Von den Gletschern zu den Palmen

Der Malojapass

Der Malojapass ist ein 1812 m ü. M. hoch gelegener Schweizer Alpenpass, der innerhalb des Kantons Graubünden das Bergell mit dem Engadin verbindet und die Albula- von den Bernina-Alpen trennt.

Dieser Pass ist definitiv ein Kuriosum: Er hat nur eine Rampe – und zwar auf der Südwestseite. Von Maloja bis zur italienischen Grenze fällt er auf rund 23 Kilometern um fast 1.100 Meter ab. Die Grenze zwischen Schweiz und Italien befindet sich im hübschen Dörfchen Castasegna, wo durchaus eine Kaffeepause eingelegt werden sollte.

Die absolute Krönung des Tages fanden wir am Abend vor. Das Ziel: wir wollten aus der Passstraße einen Weihnachtsbaum mit vielen Lichter gestalten. Es war ein spannender Moment, denn wir wussten nicht, wie viel Verkehr uns an diesem Abend erwarten würde. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Eindruck davon, wie das Bild zustande kam.

Mit diesen beeindruckenden Fotos ging nicht nur eine aufregende Zeit und ein schönes Erlebnis zu Ende. Jetzt rutschen wir langsam aber sicher in den Winter hinein.

Hinein in den Winter via Filisur nach St. Moritz (2018)

Eine wunderschöne Fahrt im frisch verschneiten Graubünden fanden Adrian und ich vor. Bevor die Fahrt nach St. Moritz ging, machten wir Halt beim bekannten Landwasserviadukt in Filisur.

Das Landwasserviadukt ist eine 65 Meter hohe und 136 Meter lange Eisenbahnbrücke im Netz der Rhätischen Bahn in der Nähe des Bahnhofs Filisur und gilt als ein Wahrzeichen der Bahngesellschaft. Rund 22’000 Züge überqueren pro Jahr das Viadukt, täglich sind es rund 60. Das Viadukt gehört seit dem 7. Juli 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Weiter ging dann die Fahrt nach St.Moritz in das inzwischen für euch bekannte wunderschöne Engadin. Vor dem Julierpass - oh Schreck - ein komisches Rad Schild zeigte sich am Strassenrand. Es zeigte an, für alle obligatorisch! Prima, wir stiegen aus und fingen an bei eisiger Kälte die Ketten zu montieren. "Da ist noch etwas", schmunzelte ich. Wir haben vier Räder, aber nur zwei Schneeketten. Wir diskutierten und waren uns am Schluss dann einig, dass wir wegen des Gewichts die Ketten vorne montierten ;-) . Die Fahrt ging dann steil bergauf. Irgendwann schauten wir uns fragender an. Fazit, bei fast schneefreien Strassen waren die Ketten ein bisschen übertrieben und ich mit dem Kuga war sogar der Einzige. Was blieb, Routine beim Ketteln und eine Geschichte mehr zum darüber lachen.

St. Moritz

St. Moritz ist nicht einfach nur ein Ferienort. Das Dorf im Oberengadin ist Geburtsort des alpinen Wintertourismus (1864) und Schauplatz von zwei Olympischen Winterspielen. Es verdankt seine Bedeutung ursprünglich jedoch den Heilquellen, die seit 3'000 Jahren bekannt sind und den Ort früh schon zum Sommer-Kurort machten.

Nach grossem Staunen über die vielen Hotels im Dorf ging es dann am Abend an das Fotografieren und ich hatte grosse Eindrücke dieser riesigen Hotels, die in alle Welt bekannt sind.

Die Krönung der Reise:

Mit grosser Freude darf ich auch vermerken, dass das Hotel Carlton ihre hier gezeigten Hotel Bilder bei mir erworben haben. Ein grosses Dankeschön nochmals.

Danke für eure Aufmerksamkeit und teilen ist natürlich dankbar erlaubt.

Martin Schnetzler Fotografie

#engadin #graubünden #maloja #stmoritz

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