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Aktualisiert: Mai 1


Meine ersten Nebel-Wellen

Vier Jahre ist es bereits her. Vier schöne Jahre, die im Fluge vergangen sind. Vor vier Jahren hatte ich Fotografen kennengelernt. Sie hatten mir den P-Modus an meiner Kamera zum Tabuknopf deklariert. Von Wetter und Licht, was sehr wichtig ist, wusste ich nichts. Langzeitbelichtung, oha, habe ich dazu Zeit? Viel Neues, aber Spannendes kam auf mich zu und ich fühlte mich oft wie ein kleiner Junge mit einem neuen Spielzeug. In den vier Jahren habe ich vier Kameras und ca. 15 Objektive gekauft, da ich die Ursache des Nicht-Gelingens immer im Material suchte.

Ja, neben mir hatte ich einen erfahrenen guten Freund, den Adrian. Er fragte mich immer, was mir all diese teure Technik bringen soll. Das wollte mein Dickschädel zunächst nicht hören, aber mit der Zeit lernte ich doch auf den guten Mann zu hören! Ich hatte mich, wie ich fand, in den vergangenen Jahren ganz gut entwickelt. Ich zog durch unendlich viele Landschaften und Städte, lernte viel Neues in und um die Schweiz kennen. Inzwischen habe ich auch erkannt, wie gut mir dieser Ausgleich tut und meiner Seele Frieden und Freude beschert. Oft habe ich die Bilder von Adrian und mir vergleichen können, und immer wieder mein Ansporn und Wunsch „Das will ich auch können". Jedes Mal muss ich mir zum Trost sagen, der Mann ist mir eben drei Jahre voraus und die kann man bei seinem Ehrgeiz nicht einholen.

Dann kommt noch etwas dazu: Adrian und der Belchen! Dies ist eine große Geschichte für sich und es gibt bald keinen Menschen mehr auf der Welt, der ihn und sein Belchen nicht kennt. Was ich meine? Ja, inzwischen weiß ich, es gibt „Wirz-Gemüse“, es gibt eine „Adrian-Kapelle“ und, früher nannte man es noch Nebel-Welle, nun heißt es neu die „Wirz-Welle“. Wow, es ist einfach fantastisch zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Das ist auch seine große Stärke und dann kann er das Ganze auch noch richtig umsetzen. Keiner muss ihm sagen, wo und wie das Stativ zu stellen ist. Ich beobachtete ihn immer wieder, wie eine echte Welle auszusehen hat. Mein Traum, diese Faszination auch zu sehen und ablichten zu können.

Danke Thomas Jack für das Gruppenbild.

Endlich nach vier Jahren schaffte es auch ich, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Und die Welle zu reiten, soll heißen, sie zu fotografieren.

Ich war in der Nacht etwa vier Stunden auf dem Belchen und harrten bei eisigem Wind tapfer aus. Das Mondlicht half mir noch dazu, alles ins gute Licht zu bringen. Die Freude war riesig und so etwas muss man einfach gesehen haben. Ein tolles Spektakel ist dieses Naturschauspiel. Als ich morgens um halb 2 nach Hause zurückkehrte, wusste ich nun, ja, endlich habe auch ich eine „Welle“.

Ein paar Tage darauf ging es aber dann weiter und unser Ziel war ein weiterer toller Aussichtspunkt. Mit dabei war diesmal auch Jan. Unser Weg führte uns ziemlich steil auf Schotterwegen mit dem Auto hinauf. Adrian und Jan mussten des Öfteren aussteigen und die Bäume vom letzten Sturm beseitigen. Oben angekommen meisterten wir den Rest zu Fuß. Während zwei Fotografen schmunzelten, ist der Dritte tapfer mit den „Strand-Pantoffeln“ hochspaziert. In luftiger Höhe dann ein riesen "Wow" und wir wussten, das „chont guet“. Auf engem Raum suchte jeder den besten Platz, um bloß kein Wellenfliessen übersehen zu können. Nach zwei Stunden großer Freude war alles vorbei und die Nacht hat uns eingeholt. Nicht ganz ungefährlich machten wir uns auf den Rückweg den steilen Hang hinab, der mit losen Steinen und Wurzeln übersät war. Es war eine riesige Sache, und aufgemuntert fuhren wir nach Hause zum wohlverdienten warmen Tee.

Die Bilder von den 2 Tagen

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